RRAAH! aktuell
Neumann Gruftschlampe
Wie es euch gefällt - Spacerat Mathias Neumann ("Moderne Zeiten") mit Gruftschlampe

Hinweise

Ausstellungen

AUSSCHNITTE EINES LEBENSWERKES
Kurator: Paul Derouet, Agentur Contours, Hamburg

Mit Jean Giraud/Moebius ist im Comic-Zentrum einem der vielseitigsten Künstler der Gegenwart eine Ausstellung gewidmet. Von Seiten und Skizzen seiner bekanntesten Serien "Blueberry", dem Western-Comic schlechthin, und der SF-Serie "John Difool", über seine Arbeiten für die Werbung bis hin zu Illustrationen für seinen eigenen Verlag Edition Stardom reicht das Spektrum der ausgestellten Werke.

MANGA AUS DEUTSCHEN LANDEN
Kuratorin: Christine Rödel, Manga-Forscherin, Uni München

Manga sind japanische Comics. Manga müssen aber nicht unbedingt aus dem Land der aufgehenden Sonne kommen. Auch in Deutschland gibt es Zeichner, die den "japanischen Stil" bevorzugen. Meist sind es junge und aufstrebende Talente. Der Carlsen Verlag, Egmont Manga & Anime und die Frankfurter Buchmesse präsentieren mit Robert Labs und Sascha Nils Marx zwei Nachwuchskünstler der Extraklasse. Die Zeichner sind am Wochenende anwesend, um interessierten Fans Frage und Antwort zu stehen.

40 JAHRE NEUE FRANKFURTER SCHULE
Kurator: Achim Frenz, Caricatura ­ das Museum für Komische Kunst, Frankfurt am Main

Herzlichen Glückwunsch zu vier Jahrzehnten bissiger Kommentare zum Zeitgeschehen! Anlässlich des Jubiläums gestalten die Künstler der "Neuen Frankfurter Schule" die Tischplatten im Comic-Café.

Sonntagsbeilage


Bin Laden Comic

Michel Brûlé Nicht ganz wohl in ihrer Haut ist ihnen dann wohl doch. Chega als Szenarist und Gluma als Zeichner zogen es vor, unter diesen Künstlernamen ihren Comic zum Terroristen Osama Bin Laden nur vier Wochen nach dem Attentaten in New York und Washington auf der Buchmesse den Verlagen anzubieten. Tatsächlich soll bereits ein französischer Verleger gefunden sein, der aus dem Thema Profit ziehen will. In einer Auflage von mehreren zehntausend Exemplaren geht man dort auf den Markt. In Deutschland, wo der Verlag Thomas Tilsner sämtliche Hakenkreuze aus gewissen Comics herausretouchiert, um anständigen Abstand von Menschenverachtung, Rassenhass und Intoleranz zu halten, stünde es einem Verlag schlecht zu Gesicht, mit aktuellen Figuren des Bösen leichtfüßig Kohle zu machen. Der Kanadier Michel Brûlé bietet als Verleger den Bin Laden Comic unter dem Titel "Where is Bin Laden?" an. Er bezeichnet den Stoff als "abgefahren".

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Ein Japanologe

Stefan Zeidenitz Die Japanologie ist - jedenfalls für einen deutschen Studenten - ein schwieriges Fach. Man mag sich nur vorstellen, den Grundstock von etwa 2.000 Kanji (chinesische Schriftzeichen) erlernen zu müssen, ganz abgesehen von den beiden Silbenschriften und den Bergen von Vokabeln und Arten an Höflichkeitsbezeugungen. Die Quote an Studienabbrechern ist entsprechend hoch. Stefan Zeidenitz aber hat es geschafft, nicht zuletzt deshalb, weil er sich von klein auf für Japan und die japanische Kultur interessierte. Jetzt berät er EMA in allen diesbezüglichen Fragen und übersetzt Manga. Er erklärt sich die enorme Gedächtnisleistung, zu der Japaner (und auch er selbst) in der Regel in der Lage sind, damit, dass japanische Schüler ununterbrochen etwas auswendig lernen müssten. Sehr freundlich hilft er einem während der Buchmesse beim Lösen der Rätsel, die die Messebesucher haben: "Banzai!" heiße eigentlich in Deutsch "10.000 Jahre" und müsste im Sinne von "Hurra!" verstanden werden, das 'z' spräche man im Deutschen als stimmhaftes 's' aus, mit Shonen-Ai bezeichne man im Grunde denselben Manga wie mit bishônen, das erste heiße liebe Knaben und das zweite schöne Knaben. Wissen ist gut.

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Mile High Chuck

Chuck Rozanski

Chuck Rozanski ist mit seiner Firma Mile High Comics seit 1985 auf der Buchmesse vertreten, lediglich 1987 setzte er einmal aus. Als man ihn jedoch in eine Halle zu den anderen amerikanischen Verlagen steckte, in der er meilenweit von den Comicfans entfernt die Daumen drehen musste, sprach er mit dem damaligen Direktor der Messegesellschaft ein ernstes Wort: er würde nie wieder zur Buchmesse kommen, wenn er nicht neben den anderen Comicverlagen stehen könnte. Überhaupt sollte man für die Comicverlage einen zentralen Ort schaffen. Nach einiger Zeit meldete sich Birgit Fricke namens der Messe bei ihm, um sich über diese Idee auszutauschen. Tatsächlich griff dann Lorenzo A. Rudolf, der jetzige Direktor der Buchmesse, die Idee gerne auf. Chuck Rozanski ist mit dem Ergebnis "Faszination Comic" hochzufrieden. Er fühlt sich angesichts des großen Besucherstroms in Halle 3.0 wohl. Dabei kommt es ihm auch darauf an, die Erlebnisse hier mit seinen 55.000 Kunden zu teilen. Das geschieht durch die Newsletter, die Lynne McAfee viermal während der Messetage am Stand tippte und an alle verschickte. Diesen Newsletter werden Fotos beigefügt, die einen Eindruck von seinen Erlebnissen, seinen Mitarbeitern und seiner großen Leidenschaft geben, nämlich dem Sammeln von Töpfereien der Pueblo Indianer. Im Newsletter (englisch) vom 10.01.2001 bezog Rozanski Stellung zu der für ihn enttäuschenden Haltung amerikanischer Comicverlage, wegen der Ereignisse des 11. Septembers nicht nach Frankfurt zu kommen. Der große leere Stand von DC mache einen schlechten Eindruck: "Doesn't Superman stand for "Truth, Justice, and the American Way?" Is the American way to stay home in the face of danger?" Chuck Rozanski zeigte Flagge und hing sich eine solche groß an seinen Stand.

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Gute Betreuung

Fiala Toquin Allgegenwärtig, freundlich und zupackend versahen die beiden Mitarbeiterinnen der Messegesellschaft, die für das Comiczentrum zuständig waren, ihre Aufgaben. Andrea Fiala (Foto links) und Gaëlle Toquin (Foto rechts) standen mit Wolfgang Strzyz hilfsbereit bei allen Veranstaltungen im Forum an der Seite der Vortragenden. Frau Fiala kommt gebürtig aus dem Ruhrgebiet, während Frau Toquin aus dem Norden der Bretagne stammt. In ihrem kleinen Büro stapelten sich all die Dinge, mit denen man den Betrieb des Comiczentrums am Laufen halten konnte.

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Copyright © 2001 Verlag Sackmann und Hörndl