Zum Mangatag erschien auch Lady Oscar ("Rosen von Versailles") mit gezogenem Säbel auf der Frankfurter Buchmesse.
Hinweise
Ausstellungen
BERÜHMTHMTE GEMÄLDE AUS ENTENHAUSENER PRIVATBESITZ
Kurator: Dr. Josef Spiegel (Geschäftsführer der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen)
Die Ausstellung holt den umfassenden Kosmos der "Entenhausener Kunstgeschichte" aus ihrem Schattendasein ans Licht der Öffentlichkeit. In vielen der Comics tauchen an den verschiedensten, oftmals unscheinbaren Stellen, fiktive Gemälde auf. Ihre stilistische Nachbarschaft zu Pendants in unserer, der "wirklichen" Welt, ist dabei mehr als offensichtlich. Viele dieser Gemälde sind für die Ausstellung als "echte Gemälde" in Öl und Acryl von dem Maler Peter Trautner (Unna) nachgestaltet worden, so dass dem Besucher die originale Bild-Anmutung der Comic-Bildstaffagen von Donald und Co. so werkgetreu wie möglich nahegebracht wird.
"DEM INGENIEUR IST NICHTS ZU SCHWÖR"
Kurator: Dr. Josef Spiegel (Geschäftsführer der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen)
Das Ausstellungsprojekt "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör" der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen betont das enge Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft, von der möglichen Idee und deren tatsächlicher Umsetzung. Die Vorlagen zu den als dreidimensionalen Modellen nachgestalteten Erfindungen stammen aus dem unerschöpflichen Reservoir des genialen Daniel Düsentrieb.
DIE ZEICHENWELTEN VON ALESSANDRO BARBUCCI UND BARBARA CANEPA
Kuratoren: Dr. Joachim Kaps & Stefanie Schrader in Zusammenarbeit mit Red Whale
Bekannt wurden sie mit den abenteuerlichen Geschichten um die fünf Hexen Will, Irma, Taranee, Cornelia und Hay Lin, kurz genannt: "W.I.T.C.H.". Kultstatus erreichten sie in Deutschland mit ihrer schrägen Fantasy-Serie "Sky Doll", die zu den beliebtesten des Comic-Magazins Magic Attack gehörte. Ihr neuestes Projekt "Monster Allergy" erscheint pünktlich zur Frankfurter Buchmesse beim Hamburger Carlsen Verlag.
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Tipps für weitere Comic-Veranstaltungen:
- 13. Oktober - 27. November 2003: Comic-Ausstellung in der Stadtbücherei Mörfelden-Walldorf
- 23.-26. Oktober 2003: ComicAction Essen (www.comicaction.de)
- 22.-25. Januar 2004: Comic-Festival Angoulême (www.bdangouleme.com)
- 10.-13. Juni 2004: 11. Internationaler Comic-Salon Erlangen
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Sonntag, 12. Oktober 2003
Chris & Marty
Er habe davon geträumt, endlich einmal einen richtigen Motorradabenteuercomic zu machen, und damit quasi raus in die Welt zu fahren, erzählt Chris, einer der beiden Hauptfiguren des neuen Comics. Mit dieser Idee und der zeicherischen Umsetzung durch Michael Apitz ("Karl") schaffte man es in die Buchläden und ins Fernsehen. Eine Startauflage von 50.000 Exemplaren ist für einen neuen Comicverlag eine mutige Sache, aber mit dem ak-Verlag an der Seite und der Erfahrung in der Geschäftsführung verschiedener Firmen ist Chris sehr zuversichtlich, Erfolg zu haben. Gerade hört er am Telefon (siehe Foto), dass die Buchläden den ersten "Chris & Marty"-Band bereits stapelweise bei sich an die Türen legen.
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How to draw Manga?
Die Geschwister Prin und Umi Konbu (MangasZene, Mangapower) schnappten sich eine Flipchart und erklärten den zukünftigen Mangaka, wie man Manga macht. Auffälligster Unterschied zum europäischen Comic ist der Einsatz von Rasterfolie. Die Schwestern erklärten auch, wie man damit umgeht. Die anwesenden Jugendlichen gaben zu bedenken, dass diese Rasterfolie bei uns ziemlich teuer sei, doch alle anderen Zeichenutensilien könne man relativ einfach und preiswert beschaffen. Das Zeichnen mit Feder und Tintenfass, wie es die Konbus zeigten, wirkte im Zeitalter von Faserstiften und Rapidographen allerdings wie eine Rückbesinnung auf eine längst vergangene Zeit, als man abends noch las, geduldig schrieb und zeichnete, anstatt vor dem Fernseher zu hocken. Als ersten Schritt fürs Mangamachen listeten Prin und Umi Konbu das "character design" auf, welches dem Entwurf der eigentlichen Geschichte voranginge. Dann folge das Layout, woran sich Rohzeichnung und Tuschezeichnung anschließe. Die Gestaltung der Hintergünde stand am Ende der Manga-do-it-yourself-Liste. Im europäischen Comic steht dieser Punkt gewöhnlich mit am Anfang, wenn man beispielsweise an Hergé ("Tim und Struppi") und seine Schüler denkt, die der Recherche nach dem authentischen Hintergrund viel Zeit widmeten.
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Manga Twister
Zur Präsentation ihres neuen Mangamagazins hatte EMA Yuu Watase zur Faszination Comic einladen können, was offenbar genau der richtige Weg war, um bei den jugendlichen Lesern und Messebesuchern Begeisterung auszulösen. Manga Twister nennt sich das seitenstarke Magazin deswegen, weil es zur einen Hälfte Shojo-Manga (Manga für Mädchen) und zur anderen Hälfte Shonen-Manga (Manga für Jungen) ist. Daher hat es zwei verschiedene Cover, so dass man je nach Vorliebe in der einen oder anderen Hälfte loslesen kann. In der Mitte des Bandes muss man das Buch dann zum Weiterlesen herumdrehen (engl.: to twist), daher der Name für das Magazin. Yuu Watase ist im Manga Twister mit ihrer Serie "Alice 19th" vertreten. Sie wurde am 5. März 1970 in Osaka geboren, wo sie auch aufwuchs. Blitzlichter sind ihr zuwider, weswegen man seinen Fotoapparat entsprechend abrüsten muss, wollte man ein unverwackeltes Foto von der Zeichnerin mit nach Hause nehmen.
Von Yuu Watase sind in Deutsch bereits "Fushigi Yuugi" und "Ayashi no Ceres" erschienen. Wie beim Manga üblich wird auch der Twister von hinten nach vorne, von rechts nach links gelesen. Gestartet wird mit Serien wie "Gash!", "Anatolia Story", "Kaito Kid", "Alice 19th". Zur Präsentation ihrer Mangas war Yuu Watase auch außerhalb der Messe im Buchhandel unterwegs. Sie ist das erste Mal in Deutschland.
(Foto: Yuu Watase, Copyright der Abbildungen: EMA 2003)
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Manhwa
Man mag einen nüchternen Vortrag über Geschichte und Vielfalt des koreanischen Comic, des Manhwa, erwartet haben. Statt dessen brachte der Vortragende (Sunk-Sik Park, KOCCA, Foto links) die überwiegend jugendlichen Messebesucher wie ein begabter Animateur eines Reiseveranstalters zum Mitmachen und Mitlachen. In Form eines Quiz vernähte er Informationsvermittlung mit Freude am Spielen und Rätseln. Seine drei kostümierten Helfer verteilten Gewinne unter den jungen Messegängern und ein Gefühl von fernöstlichen Welten. Was nun den Manhwa vom Manga im Grunde unterscheidet, wurde nicht verdeutlicht. Vielleicht gibt es dazu auch gar nicht viel zu sagen.
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Christina Plaka und Robert Labs
Erst in einem oder eineinhalb Jahren will Christina Plaka an "Prussian Blue" weiterarbeiten, weil sie zuvorderst an ihre Ausbildung denken müsse. Sie warb im Daisuki und nun auch hier auf der Buchmesse um Verständnis dafür. In der Regel geraten Comiczeichner und ihre Serien nach über einjährigen Pausen aus dem Blickfeld und werden vergessen. Da kann man der in Deutschland unter den jungen Mangaleserinnen so beliebten Zeichnerin nur die Ausnahme von dieser Regel wünschen. Robert Labs stellt seine neue Arbeit "Crewman 3" in den Vordergrund seiner derzeitigen Tätigkeiten.
(Foto (v.l.n.r.): Christina Plaka, Robert Labs)
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