Elke Heidenreich erinnerte bei der Sondermann-Preisverleihung an das Werk von Bernd Pfarr. Ihre Rede kann man hier nachlesen.
Hinweise
Comic-VerlageMit einem eigenen Stand sind in Halle 3.0 vertretenAchterbahn (G 801), Adlung (G 802), AK Verlag (G 817), Anime Virtual (H 804a), Animexx (H 806), Astorina (G 812), BD Edizioni (G 812), Black Velvet (G 812), Bonelli (G 812), Caricatura (J 805), Carlsen (J 802), CCC (G 817), Chimera (K 830), Ciruelo (G 804), Comic Laden Franke (J 801), Comicon (G 812), comicplus+ (H 812), Coniglio (G 812), Daiwon (K 823), Das Sortiment (H 820), Edition C (G 801), Edition Moderne (H 818), Edition Phantasia (H 803), Ehapa (F 166), Epsilon (H 817), Fantasy Productions (F 801), Free Books (G 812), Glénat (G 806), Haksan (K 823), Hakusensha (G 813), Hilland (H 824), ICOM (H 802), Incomix for Friends (G 803), Infinity (H 815), Jensen (G 805), Jetro (K 828), KOCCA (K 823), Köpenicker Cartoon (G 801), Lappan (G 801), Magic Press (G 812), Mart (G 809), MSW (H 814), Mosaik (J 804), Nippon Art (J 808), Pan Studio (K 822), Panini (K 335), Paperwerk (H 813), Penguen (G 810), Phantasia Paperback (H 810), Raptor (H 804), Reprodukt (H 820), Sammlerecke (J 814, J 816), Schacks (H 828), Schott (H 819), Schreiber & Leser (H 816), Seoul Cultural (K 823), Sharp Point (K 822), Shinwon (K 823), Sigongsa (K 823), Speed (H 807), Stock (H 822), Strapazin (H 818), Taiwan (K 822), Tilsner (H 809), Tokyopop (J 820), Tong Li (K 822), Topps (G 814), Triple M (J 810), Vull (G 801), Wick (H 826)
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Die Sondermann-Preisträgerin Judith Park legte mit "Y Square" kürzlich ihren zweites Buch bei Carlsen vor.
Tipps für morgen
11 Uhr - PRÄSENTATION: "How to colour Manga – Von der Strichtechnik zur Airbrush-Anwendung", Mangaka: Michaela T. Eckert12 Uhr - PRÄSENTATION: "Japan – Viel mehr als nur Manga und Anime" 13 Uhr - GESPRÄCH mit Min-Woo Hyung ("Priest"), Moderation: Michael Schweitzer (Tokyopop), anschließend Signieraktion 13.30 Uhr - DISKUSSION: "Dem Ingeniör ist nichts zu schwör – Zum Übersetzen von Manga und Bandes Dessinées", Moderation: Michael F. Walz, Teilnehmer: Jürgen Leber (Hessenwerkstatt), Mirja Maletzki (Triple M), Rossi Schreiber (Schreiber & Leser), Joachim Stahl (Egmont Ehapa) 14 Uhr - QUIZ: "Wer wird Manga-Millionär?", Moderation: Judith Park ("Y²"), René Scheibe, Matthias Wieland 14.30 Uhr - COSPLAY: "Big-in-Japan-Cosplay", Moderation: Olaf von Engeln, Paula Riemann, Ort: Großes Kino, Forum Ebene 0
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Die Abrafaxe erobern die Welt. In Buchform erscheinen sie in China, Tschechien, Ungarn, Korea, Griechenland, Portugal, Rußland und Spanien. In Heften gibt man sie in Kroatien, Griechenland, Ungarn, Indonesien, Japan, Korea, Rumänien, der Türkei und Vietnam heraus. In Tschechien, Hong Kong, Slowenien und der Türkei befinden sich die Abrafaxe zudem als Einseiter o.ä. in anderen Publikationen. Ein besonderer Gag ist, dass das Heft in Japan "richtig herum" erscheint, also in der westlichen Leserichtung.
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Samstag, 22. Oktober 2005
Sondermann 2005
Elke Heidenreich wurde zur Verleihung der Sondermann-Preise mit großem Beifall empfangen. Die sehr bekannte Autorin und Moderatorin hatte zur Erinnerung an Bernd Pfarr einen außergewöhnlichen Text verfasst, mit dem sie sowohl an die sonderbare Welt des Sondermann, an Bernd Pfarr und an die Vergänglichkeit des Seins erinnerte. Elke Heidenreich formte Gedanken von Bernd Pfarr zu einem kräftigen Text, dessen Sätze jeder für sich ein Erlebnis waren. Am Ende ihres Vortrags drückte sie die Blätter ihres Manuskripts Gabriele Roth-Pfarr mit einem herzlichen Gruß in die Hand, was diese sichtlich sehr freute.Eine Überraschung stand am Beginn der Verleihung der Preise. Plötzlich trat Albert Uderzo ("Asterix") von der Seite her in die Runde. Er war gekommen, den Sondermann-Preis entgegen zu nehmen, den man ihm letztes Jahr in Abwesenheit verliehen hatte. Für sein Kommen und den Gewinn des Preises erhielt der Zeichner anhaltenden Applaus. Die weiteren Sondermann-Preisträger 2005 sind: - Comic – International (Die beliebtesten Comics aus Amerika und Europa): "Onkel Dagobert" von Don Rosa (Egmont vgs)
- Comic – Eigenpublikation (national) (Die Favoriten unter den deutschen Comics in der klassischen Form): "Die Chronik der Unsterblichen" von Hohlbein/v. Eckartsberg/v. Kummant (Egmont vgs)
- Manga/Manhwa – International (Die Publikumslieblinge aus Fernost des letzten Jahres): "One Piece" von Eiichiro Oda (Carlsen)
- Manga – Eigenpublikation (national) (Die gefragtesten deutschen Produktionen im Manga-Format): "Dystopia" von Judith Park (Carlsen)
- Cartoon (Spritziger Humor in einer Zeichnung auf den Punkt gebracht): "Shit happens" von Ralph Ruthe (Carlsen)
Eine Jury lobte zwei weitere Bernd Pfarr Sondermann-Preise 2005 aus, zum einen den Nachwuchspreis an Arne Bellstorf ("acht, neun, zehn") und zum anderen den Karikaturpreis an Rudi Hurzlmeier. Neben der Comic-Fachzeitschrift Comixene trat erstmals die Frankfurter Rundschau als Ausrichter des Sondermann-Publikumpreises auf. Hier finden sich dazu weitere Informationen.
(Foto: Sonderbare Sondermänner)
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Helden vs. Zivilisation?
Vielleicht war es keine so gute Idee, ausgerechnet Jim Lee und Volker Reiche als Repräsentanten für die "Klassiker der Comic-Literatur" der FAZ auf die Bühne zu bitten. Reiche jedenfalls fand, Superheldencomics mit ihrem "Outlaw-Getue" seien "armseliges Zeuch" für "ängstliche Jugendliche", die sich in gewalttätige Phantasiewelten flüchten müssten. Zwar seien solche Heldengeschichten so alt wie die Menschheit selbst, es gebe jedoch (wie bei Strizz praktiziert) zivilisierte Möglichkeiten, Konflikte zu lösen: "Reden, reden, reden." Und das tat er dann auch. Davon etwas irritiert zeigte sich Jim Lee, der immerhin mit den gescholtenen Heftchen das Lesen gelernt und schon von frühester Kindheit an davon geträumt hat, einmal die X-Men zu zeichnen. Es gebe durchaus auch Superheldencomics mit einer gewissen Tiefe, beispielweise "Watchmen" von Alan Moore oder das "Dark Knight"-Epos von Frank Miller. Mit Letzterem arbeitet Lee übrigens gerade an einer neuen Batman-Geschichte. Er genieße es sehr, sagte Lee, mit anderen zusammenzuarbeiten und von ihnen zu lernen. Reiche dagegen zieht die deutsche Tradition, alles selbst zu machen, einer Arbeitsteilung vor. Nach dem Gespräch wurden Nummern für die Signiertische verteilt, um den Ansturm etwas in den Griff zu bekommen. (rö)
(Foto: Sichtbarer Abstand zwischen Jim Lee, links, und Volker Reiche, rechts)
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André Juillard
Mit den "7 Leben des Falken" wurde André Juillard zu Beginn der 80er-Jahre so richtig bekannt. Doch schon vorher, so erzählte der Zeichner im Gespräch mit Andreas C. Knigge und Eckart Schott, habe er ebenfalls Comics gezeichnet, die vor historischem Hintergrund spielen. Er erinnerte insbesondere an die Zusammenarbeit mit Jacques Martin an den drei Bänden von "Arno", die in Deutsch bei comicplus+ ebenfalls in den 80ern erschienen. In den späten 90ern konnte er mit "Das blaue Tagebuch" überzeugen, eine Mischung aus Liebesdrama und Krimi. Im Verlag Salleck erschien nicht nur dieses Buch, sondern auch ein zugehöriger Epilog mit Texten und weiteren Zeichnungen. Bei den Signierstunden des Zeichners am Stand von Salleck war das Gedränge groß. Als dann auch noch Eric Heuvel ("Die Entdeckung") zur gleichen Zeit signierte, wurde es eng.
(Foto: André Juillard)
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30 Jahre Abrafaxe
Ein rothaariger Schlaukopf, ein blonder Draufgänger und eine dunkelhaarige gute Seele, Brabax, Abrax und Califax sind nun schon seit dreißig Jahren auf (Zeit-) Reisen durch eine Welt voller Abenteuer. Klaus D. Schleiter vom Mosaik-Verlag gab einen Überblick über die Abfolge der Abenteuer, die nicht nur monatlich in Heftform erscheinen, sondern auch in vielen Büchern. Während der Feier zur Erstveröffentlichung der russischen Mosaik-Ausgabe erschien sogar der damalige Präsident Jelzin. Der saarländische Tatort-Kommissar Palü (Jochen Senf) ließ die Abrafaxe erstmals 1999 in einer Art Krimi für Kinder auftreten. Im Film "Unter schwarzer Flagge" schafften es die drei Abenteurer dann bis auf die Leinwand. Dass die Geschichten inzwischen auch in Russland, Korea, China, Indonesien, Japan und Vietnam verkauft werden, ist ein sehr bemerkenswertes Unikum für den deutschen Comic.
(Foto: Brabax)
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Publikumsbelustigung
Dem herbeiströmenden Volk wurde im Comicforum schon am heutigen Vormittag einiges geboten. Flix, Joscha Sauer und Ralph Ruthe bewirteten das Publikum mit Waffeln, unterstützt von ihren bezaubernden Assistentinnen Antje Haubner (Carlsen-Redaktion) und Friederike Strüber (Carlsen-Presse). Dabei gaben sie diverse Anekdoten zum Besten, zeigten eigene Cartoons auf dem Weg von der Bleistiftzeichnung zum fertigen Bild und gaben zu, dass Originalbilder bei ihnen gelegentlich als Untersetzer für Topfpflanzen herhalten müssen. Für große Erheiterung sorgte das abschließende Bekenntnis: "In den Waffelteig haben wir reingespuckt." Keine Viertelstunde später enterten die Herren von der Titanic die Bühne. Stefan Gärtner und Oliver Nagel lasen Anekdoten über Angela Merkel, Mark-Stefan Tietze und Stephan Rürup begeisterten mit einer szenischen Lesung des Münt-El-Fering-Comics, Thomas Gsella bedachte die jüngsten Gastländer der Buchmesse mit nicht gerade schmeichelhaften Gedichten und Martin Sonneborn zeigte Wahlwerbespots der Titanic-Partei "die PARTEI". (rö)
(Foto: Gut versteckte Schleichwerbung im Wahlfilm der Titanic-Partei)
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