comic.de aktuell
7_cosplayerin1.jpg

Die ersten Cosplayer sind da: Heute ist Buchmessesamstag und schon erscheinen scharenweise junge Besucher in Halle 3.0 in wundersamen Verkleidungen.

Hinweis

Wegen des zu erwartenden Andrangs beim Cosplay, wurde der Wettbewerb vom Großen Kino in das Kongresszentrum verlegt.

7_crazygifts.jpg

(Foto: Olaf Nett)

Bekloppte Geschenke

"Willkommen bei BfB25 - Basteln fur Bekloppte!" Mit knödelndem amerikanischem Akzent und der übertriebenen Fröhlichkeit eines Shopping-Chanel-Verkäufers begrüßten die Moderatoren Greg Hornauer und Tom DeLany ihr Publikum. Bekannt sind die beiden unter anderem von NDR 2 (Olaf Nett und Andreas Altenburg), als Comedy-Autoren (DETZER & NELLING) und durch einen Artikel über "Komik im Comic" (Olaf Nett). Mitgebracht hatten sie einen ganzen Tisch voll "praktischer" Artikel: beispielweise eine feuersichere Kerze ohne Docht, eine Fertig-Sandburg zum Mitnehmen an den Strand oder ein "Window to go" für den Fensterplatz unterwegs. Bastelanleitungen für diese und viele weitere Wunderwerke der modernen Technik finden sich in ihrem Buch "Crazy Gifts".

Samstag, 7. Oktober 2006


Cartoonistencappuccino

7_cappuccino.jpg "Wie, Du willst kein Margarinebrötchen? Nimm jetzt! Das ist lecker!" Drei Cartoonisten bemühen sich im spaßigen Dialog mit dem Publikum um das leibliche Wohl der Messegäste, weil offenbar auch die Liebe zum Buch durch den Magen geht. Nach der wilden Waffelbackerei letztes Jahr haben sich Flix, Ralph Ruthe und Joscha Sauer allerdings auf das etwas unkompliziertere Brötchenschmieren verlegt. Dazu gab es Cappuccino aus einer nahezu professionell wirkenden Maschine und Unterhaltsames von den drei Künstlern. Sauer berichtete von den Schwierigkeiten beim Erstellen der Animationsfilmchen mit seinen Figuren: "Am Anfang sahen die aus wie Knetmännchen!" Flix las aus seinem neuen Comic "Mädchen" und wies auf sein Comic-Tagebuch bei der-flix.de hin. Ruthe stellte seine aktuellen Veröffentlichungen vor: "Flossen", "Shit happens – des Weihnachtsbuch" und "Shit happens – des Skandalbuch", sowie das demnächst erscheinende "Frühreif!".
(Foto v.l.n.r.: Ralph Ruthe, Joscha Sauer, Flix)

CoManga

7_yazawajanjetov.jpg Zwei Zeichner aus Ost und West bewegen sich aufeinander zu, nicht um sich die Hand zu schütteln oder Tee zu trinken, sondern um einen Comic entstehen zu lassen, dessen Handlung sich im Heft von vorn (durch Zoran Janjetov) und von hinten (durch Nao Yazawa) entwickelt, um sich in Heftmitte zu begegnen. Diese letzten beiden Seite der Heftmitte entstanden vor den Augen des Publikums im Comic-Zentrum. Dank des organisatorischen Geschicks der Projektbetreuer konnte der fertige 20-seitige Comic bereits vier Stunden später an die Fans verteilt werden. Yazawa zeigte auf ihrem Weg durch das Ungewisse zudem verschiedene Manga-Zeichenstile auf. Sie und Janjetov lassen Kaninchen eine entscheidende Rolle spielen, womit sie und die Leser ihren Spaß an diesem einzigartigen West-Ost-Projekt gehabt haben werden. Nao Yazawa wurde bei uns durch "Wedding Peach" bekannt, Zoran Janjetov machte als Zeichner zuletzt durch "Die Techno-Väter" auf sich aufmerksam.
(Foto v.l.n.r.: Nao Yazawa, Zoran Janjetov)

Sondermann 2006

7_ninawerner.jpg Der eine Satz gefällt, der nächste geht einem quer herunter. Wiglaf Droste betätigte sich bei der Vergabe der Sondermann-Preise als Laudator und als Reibeisen, das in das Harmoniebedürfnis einer Preisverleihungs-Zeremonie schiefe Töne hineinfeilt. So sehr man beim Loblied auf Bernd Pfarr und seinem "Sondermann" dessen Einzigartigkeit mitpreisen mag, so erstaunt wird man womöglich Drostes Aufruf vernehmen, Pfarrs sonderbaren Mann gleich als Nachfolger Jesu anzusehen. Sondermann als Religionsfigur? Droste möchte Frankfurt durch Bin Laden attackiert wissen, wünscht einem gewissen Taxifahrer dabei den Tod an den Hals, findet "Nichtlustig" nicht lustig und wundert sich, dass man Lukas Podolski bei uns bejubelt, auch wenn dieser Pole sei. Er empfiehlt stattdessen die Franken Greser & Lenz. Den Besuchern der Preisverleihung mögen dank Drostes Drastik feierliche, heimelige Hochgefühle wie im letzten Jahr - damals erschienen Uderzo und Elke Heidenreich - ausgeblieben sein. Dennoch freuten sich die Gewinner der Sondermann-Preise: Walter Moers ("Adolf - Der Bonker", bester nationaler Comic), Frank Miller ("Sin City", bester internationaler Comic), Moki (beste Newcomerin), Nina Werner ("Jibun-Jishin", bester Germanga), Ralph Ruthe ("Shit happens!", bester Cartoon), Arina Tanemura ("Shinshi Doumei Cross", bester Manga/Manhwa), Greser & Lenz (beste Komische Kunst). Und tatsächlich erschien unter viel Beifall auch Don Rosa, um den letztjährigen Sondermann-Preis entgegenzunehmen. Sollte diese durch Uderzo begründete Tradition, den Preis erst im Folgejahr abzuholen, sich fortsetzen, dürfen wir uns nächstes Jahr vermutlich auf Frank Miller freuen.
(Foto: Nina Werner)

Brösel

7_broesel.jpg Bei seinen Rennen gegen Holgis Porsche hatte er zweimal keinen Erfolg, einmal verschaltete er sich und das andere Mal legte man ihm einen falschen Gang ein. Mit der Neuausgabe von "Werner"-Sammelbänden soll es demgegenüber wieder auf die Überholspur gehen. Brösel berichtete stolz, dass er inzwischen auch gegen Holgi einen Erfolg hat einfahren können: im Seifenkistenrennen! Dabei schlug er Holgi glatt um drei Sekunden. Nächstes Jahr möchte er sich eine eigene Seifenkiste bauen, aus einer gusseisernen Badewanne. Im Rahmen des Gesprächs mit Brösel stellte Michael Walz heraus, welche Ausnahmeerscheinung "Werner" auf dem deutschen Comicmarkt darstelle. Die Anzahl der verkauften Bücher gehe in die Millionen. Die Sammelbände werden mit einem Rückenbild versehen, welches Werner beim Flachköppen zeigt. Brösel warnt davor, das seinem Helden nachzumachen. Flachköppen sei eine schwierige Disziplin, die einer gewissen Übung bedürfe.
(Foto: Brösel)


zurück weiter  [zurück] [Startseite Frankfurt 2006] [Startseite comic.de] [Seitenanfang] [weiter]

Copyright © 2006 Verlag Sackmann und Hörndl