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Es ist schon nach fünf, gleich geht die ComicAction 99 nach vier langen Tagen zu Ende. Und immer noch ist der Dino-Stand dicht von Messebesuchern umlagert. Kein Wunder, dass Dino-Comic-Chef Max Müller auf die Frage, ob er mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden sei, kurz und bündig mit "Super! Klasse!" antwortet. Dino käme nächstes Jahr gerne wieder, organisatorische Schwierigkeiten mit der Spiel99-Messeleitung habe es keine gegeben, die Einrichtung der ComicAction im Rahmen der Messe Spiel99 sei eine gute Sache.
Ähnlich äußerten sich fast alle Verlage. Georg Tempel von Egmont Ehapa und Joachim Kaps von Carlsen bemerkten, dass diese Veranstaltung viele neue Gesichter an die Stände gebracht habe, was für alle Seiten belebend wirke. Insbesondere die Zeichner seien sehr zufrieden, neue Leute an ihren Signierständen kennengelernt zu haben. Und umgekehrt haben viele Besucher erstmals die Comiczeichner beim Signieren gesehen, ein ebenfalls wichtiger Effekt.
Bei Ehapa, Carlsen und dem ICOM beklagt man aber auch einige organisatorische Mängel. Burkhard Ihme (ICOM) und andere nennen die für sie und eine Comicmesse ungewohnte Behandlung durch die Messebetreiber (Müllbeseitigung, Barzahlung u.ä.). Joachim Kaps erwartet, dass in Zukunft Lautsprecherdurchsagen hörbar erfolgen und dass man in der Außendarstellung der ComicAction etwas gegen das Gefühl unternehme, selbige sei nur ein Anhängsel der Spielemesse. Georg Tempel spricht das unleidliche Problem der Aktionsfläche an: "Wenn schon Bühne, dann sollte sie auch benutzbar sein!"
Von allen Seiten hörte man, dass auch ein für Comics typisches Umfeld geschaffen werden sollte, nicht nur eine reine Verkaufs- und Präsentationsmesse. Die Beiträge von Carlsen, Ehapa, EEE und dem ICOM mit Bühnenprogramm und Preisverleihung gingen in die wünschenswerte Richtung, wenn sie denn angemessen wahrgenommen werden könnten. Der Händler Andreas Strickert-Küpper brachte es auf den Punkt: "Es kommt keine Comic-Stimmung auf wie in Erlangen, es fehlt an Rahmenprogramm, auch abends. Mehr Kulturelles würde die Comic-Fans an die Veranstaltung binden, sie mehr locken."
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Während man bei einem Händler in Hallenmitte sehr große Zufriedenheit mit dem Umsatz feststellte, so kam ein anderer im hinteren Gang der Halle nur zu einem "Hauch von Plus". Auch bei den kleineren Verlagen lief der Verkauf von "rekordverdächtig" (IPP) bis "leichtes Plus" (Zwerchfell). So richtig unzufrieden mit Verkauf und Verlauf zeigte sich jedoch keiner.
Die Grundstimmung am letzten Tag der ComicAction war durchweg positiv, so dass man auch im nächsten Jahr mit einer solchen Veranstaltung rechnen kann, trotz des Comicsalons Erlangen im Juni 2000. "Ich lobe mir Erlangen, dort gibt's mehr Blutauffrischung!" meint man bei Schwarzer Turm und in ähnlicher Weise bei anderen kleineren Verlagen. Doch als Absicht war bei den Verlagen herauszuhören, dass man nächstes Jahr beide Comic-Großveranstaltungen beschicken wolle, auch wenn das für die Mitarbeiter der großen Verlage wegen der eine Woche vorher liegenden Frankfurter Buchmesse eine große Belastung darstelle, wie Joachim Kaps abschließend bemerkte.
Die ComicAction 99 ist im Großen und Ganzen gelungen.
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Nach dem Splash!-Abenteuer ist Guido Paul von der Ideenschmiede Paul & Paul kaum wiederzuerkennen, so hat der Dauerstress an seinen Nerven gezerrt. ;-)
IPP war gleich mit zwei Ständen auf der ComicAction 99 vertreten, der eine war ursprünglich für das Comicmagazin "Splash!" gedacht gewesen und wurde jetzt zur Präsentation von "Die Vergessenen" mit dem und vom Autoren Thorsten Felden genutzt. IPP ist schon zum dritten Mal auf der Spiel 99 und hatte sich dank dieser Erfahrung einen Standplatz gesichert, von dem sie wussten, dass sich Umsatz einstellt. Guido Paul äußerte sich dann auch überaus zufrieden damit. Der Stapel an Plakaten mit der Estrella aus "Helden", von Ralf Paul gezeichnet, war gegen Abend fast völlig verkauft.
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Der Andrang am Stand ist groß. Die sicherlich hundertfach an ihn gestellte Frage, wann endlich "Helden"-Heft Nummer 5 erscheine, beantwortet Guido dennoch freundlich mit "Weihnachten 1999". Die Anzahl der Messebesucher schätzt er mit über 120.000 ab. So viele Leute seien letztes Jahr gekommen und jetzt kämen die Besucher der ComicAction eben noch dazu. Vom Veranstalter gibt es noch keine offiziellen Zahlen. Diese sind erst Mittwoch abrufbar.

Der Stand und die Kleidung der Pauls machten insgesamt auch einen farblich stimmigen Eindruck. Jetzt müssten nur noch die Deckel der Colaflaschen, die Ralf Paul in die Hand nimmt, gelb oder grün sein. :-)
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