Hinweise des Kulturamts
Bézian
Frédéric Bézian, einer von jenen hervorragenden französischen Comic-Zeichnern, die hierzulande noch viel zu wenig bekannt sind, ist neben Martin tom Dieck einer der beiden Dozenten des diesjährigen Deutsch-Französischen Comic-Zeichner-Seminars, das stets im Vorfeld des Salons stattfindet. Bézian kommt aus dem Süden Frankreichs, aus der Nähe von Toulouse. Er hat gerade eine Trickfilm-Serie für die französischen Fernsehsender FR 2 und 3 abgedreht, 26 Filme zu jeweils rund 30 Minuten um die Figur "Belphégar". Das hat ihn in den letzten anderthalb Jahre voll in Anspruch genommen. Daneben macht er seit zwei Jahren Illustrationen für die Zeitung Libération. Doch demnächst will er sich auch wieder dem Comic widmen. Schon jetzt hat Karl Manfred Fischer mit ihm wie mit seinem Ko-Dozenten Martin tom Dieck für den nächsten Salon 2002 jeweils eine große Ausstellung geplant.
(zitiert aus der Presseinformation vom 22.6.00 des Kulturamts Erlangen)
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Tipps für Freitag:
- Die Elefantenrunde: Joachim Kaps (Carlsen), Michael F. Walz (Ehapa), Max Müller (Dino), Klaus D. Schleiter (Mosaik), Rossi Schreiber (Schreiber & Leser) diskutieren über Polarisierung und Aufsplitterung des deutschen Comic-Marktes (Moderation: Eckart Sackmann). evenTraum, Bauhofstraße, Freitag, 23. Juni, 19.30 Uhr
- Moebius/Giraud: Genius des Phantastischen Ausstellung in der Städtischen Galerie Erlangen, Palais Sutterheim, Marktplatz 1, am Freitag von 10 - 19 Uhr geöffnet
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Der Comic-Salon ist eröffnet
Angesichts der hohen Temperaturen gaben der Erlanger Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis und der Leiter des Kulturamts Karl-Manfred Fischer ohne lange Ansprachen den Weg in die Räume des Comic-Salons frei. Schon eine Stunde vorher hatten sich vor Kassenhäusern und dem Eingang der Heinrich-Lades-Halle lange Schlangen gebildet. Die Messe ist gut besucht. Die Händler werden angesichts des Andrangs zufrieden sein, vor den Ständen der Verlage stehen bei den Zeichnern bereits nach kurzer Zeit Reihen von Leuten, die sich ihre Comics signieren lassen möchten. Parallel dazu halten Comic-Experten Vorträge zu ausgewählten Themen der Comicwelt. Lautsprecherdurchsagen weisen die Messebesucher laufend auf besondere Attraktionen hin. Es summt im (heißen) Comic-Bienenstock.
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Comic-Bahnhof Erlangen
"Willkommen auf dem Comic-Bahnhof Erlangen!" tönt die wohlklingende Stimme einer Bahnbeamtin aus den Bahnsteiglautsprechern. Der Reisende wird von einem Bahnhof begrüßt, der mit zahlreichen Comicfiguren auf Wandmalereien oder Aufstellern von allen Seiten ausgeschmückt wurde. Die Bahn unterstützt dieses Ereignis willig. Das größte Werk überspannt eine Plakatwand, auf der die Abrafaxe im Orient-Express in eine ferne Stadt unterwegs sind, die von Minaretten überragt wird. Die Reise in den Orient per Mosaik-Heft kann sich im Gegensatz zur Bahnfahrkarte jedenfalls jeder leisten.
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Neuerscheinungen
Die Besucher eines Comic-Salons sind auf der Suche nach Schnäppchen, nach Sonderausgaben, nach Neuheiten. Das wissen selbstredend auch die Verlage und Händler. Sie haben nach Erlangen palettenweise Neuheiten und besondere Ausgaben mitgebracht. Nicht nur beim ICOM kam der Drucker erst im letzten Moment mit der sehnlichst erwarteten Ware vors Haus. In diesem Fall ist es nach langer Zeit endlich einmal wieder ein Jahrbuch, welches eine Bestandsaufnahme der aktuellen Comic-Szene in Deutschland macht (Herausgeber: Burkhard Ihme). Und für die Schnäppchenjäger bietet ein Händler alles für die Hälfte. Phoenix bringt je einen neuen "Cubitus", "Spoon & White" und "Odilon Verjus". Ehapa legte exklusiv für Erlangen in tausend Exemplaren "Fleetway-Specials" auf. Bei Dino gibt es dieses Mal keine besonderen Hefte wie das vor zwei Jahren so begehrte "Wonder Woman" #0. Bei comicplus+ erschien eine Gesamtausgabe von "Gregor Ka im 21. Jahrhundert" bestehend aus allen drei Alben. Bei Infinity findet ihr drei Specials: "Spirit of Tao - Ashcan", "Spawn - Dark Ages" #3 (variant cover), "Kabuki Skin Deep (TPB)" (variant cover). Jeweils lediglich hundert Exemplare pro Tag liegen bei Marvel von einer Variantcover-Ausgabe der "Fantastischen Vier" von Salvador Larroca bereit.
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Litfaßsäulen
Das Straßenbild Erlangens steht in diesen Tagen ganz im Zeichen des Comicsalons. Überall finden sich Plakate, die auf das Ereignis hinweisen. In einer Großstadt würde ein Comic-Salon nicht so sehr ins Zentrum des Interesses rücken können. Auch im Hotel hängen entsprechende Hinweise und liegen Faltblätter aus. Als Plakatmotive wählte man eines aus den galaktischen Welten von Jean-Claude Mézières und eines aus den monströsen Geschichten von Lewis Trondheim (siehe auch Abbildung oben links). Auf der Straße hört man Gepräche von Comicfans. Einer redet begeistert auf seinen Kumpel ein: "Kennst du schon diesen Lobo mit weichem b?" Grübelnd setzt man seinen Weg fort und fragt sich, wo der harte Lobo sein weiches b haben könnte.
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