Ein junger Fan von "Wedding Peach" erschien bei EMA in liebevoll selbst hergestelltem Kostüm.
Tipps für Samstag
- Städte in unserem Kopf - Entenhausen, Mouseville und ihre Schöpfer,
Vortrag,
Harald Havas,
Rathaus, Kleiner Saal,
Samstag, 1. Juni, 11.00 Uhr
- The Use of Style and Storytelling Technique in "The Tale of One Bad Rat",
Diavortrag in englischer Sprache,
Bryan Talbot,
Rathaus, Kleiner Saal,
Samstag, 12.00 Uhr
- Was "sind" Comics?,
Dia-Vortrag,
Ole Frahm,
Rathaus, Kleiner Saal,
Samstag, 1. Juni, 13.30 Uhr
- Lesertreff mit Nao Yazawa, Mangazone, 14.00 Uhr
- Kindheit im Comic,
Vortrag,
Dr. Jens Brachmann,
Rathaus, Kleiner Saal,
Samstag, 1. Juni, 15.00 Uhr
- Dr. Dodo schreibt ein Buch, Lesung, Ole Könnecke, Joachim Kaps, ComComLounge, 16.00 Uhr
- Künstler im Gespräch
mit Redakteuren von "ZACK" und "Hit
Comics",
Rathaus, Kleiner Saal,
täglich 16.00 Uhr
- Keine Literatur - Warum das Feuilleton den Comic nicht liebt,
Podiumsdiskussion,
Moderation: Eckart Sackmann (comic.de),
Rathaus, Kleiner Saal,
Samstag, 1. Juni, 17.00 Uhr
- Max-und-Moritz-Gala, Maskentheater, Preisverleihung, Markgrafentheater, 21.00 Uhr
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Freitag, 31. Mai 2002
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Unterschätzte Schätze
Mit welchen Schwierigkeiten der Comicstrip in deutschsprachigen Publikationen zu kämpfen hat, das erzählten eindrucksvoll Zeichner und ein Vertreter von Bulls Press während einer Podiumsveranstaltung anhand vieler Beispiele. Nicolas Mahler aus Österreich (Bild links), Alex Macartney aus der Schweiz (Bild Mitte) und Holger Bommer aus Deutschland konnten ein Lied davon singen, wie ihre Comics aus den windigsten Gründen aus den Blättern unvermittelt wieder verschwinden. Von den Anwesenden hat lediglich Hansi Kiefersauer (Bild Mitte) das Glück, für "Dr. Bubi Livingston" und "Käpt'n Blaubär" recht beständige Erscheinungsorte erhalten zu haben. Michael Golletz von Bulls Press führte aus, dass immer dann, wenn es einer Redaktion an Platz oder Geld mangele, wie selbstverständlich als erstes der Comicstrip seinen Platz verliere.
Alex Barbier
Er bezeichnet sich selbst als Erfinder der Couleur directe, auch wenn man in England bereits in den 50er-Jahren mit einer Technik, bei der beim Comiczeichnen Farben direkt ohne Vorzeichnung aufs Papier gebracht wurden, arbeitete. Doch in mindestens einem hat Alex Barbier dennoch neue Wege beschritten: sein Umgang mit aggressiven Säuren, die zur Aufhellung farbiger Flächen in einem komplizierten Wechsel mit Trocken- und Farbgebungsphasen stehen, ist ungewöhnlich. In Charlie Mensuel konnte Barbier 1975 eine erste Arbeit in seiner Technik unterbringen. Eine Vorarbeit dazu, die er in der Aufbruchstimmung der 68er-Jahre engagiert entwickelte, ging leider bei einem Brand verloren.
Barbier hat die Chance, immer das machen zu können, was ihm gerade vorschwebt, ohne finanzielle Zwänge. Sein "Lettre au Maire de V." erschien zuerst in Japan bei Morning. In dieser Reihe wird noch ein dritter Band erscheinen, mehr sicherlich nicht, denn von der Säure, die er benutzt, besitzt er nur noch fünf Flaschen und die Produktion der ätzenden Chemikalie wurde mittlerweile eingestellt. Für seine Comics benötigt Alex Barbier viel Zeit, denn er müsse zuerst eine Stimmung finden, die gleichsam als erste Figur des Werks zu betrachten sei. In Deutsch erschien von ihm "Briefe an den Bürgermeister von V." bei der Seven Island Edition, ein Titel, der in die Irre führen kann, denn in diesem Band wurde "Comme un poulet sans tête" abgedruckt, ein Comic, der mit "Lettre au Maire de V." nichts zu tun habe, wie Barbier betont.
Spider-Man
Man wäre ja auch mit dem Klammerbeutel gepudert, würde man bei Panini nicht an die beeindruckenden Erfolge des neuen Spider-Man-Films anknüpfen. Und so wurde eine prächtige Statue des spinnenden Helden in der Mitte des Stands errichtet. Selbstverständlich sitzt auch Gabriele dell'Otto am Stand und signiert für seine Fans wie vor zwei Jahren seine opulenten Zeichnungen. Dass in Deutschland die Helden von DC und Marvel in einem Verlag erscheinen, ist ein Kuriosum, welches jedoch Aufmerksamkeit und Umsatz beschert, so dass man sich fragt, warum kein Vertreter des Verlags an der Elefantenrunde teilnimmt. Wie andere Verlage, so bietet auch Panini zur Messe Spezialausgaben einiger Publikationen an. Auffällig ist der neue Band "DK2" von Frank Miller ("Ronin", "Sin City", "300"), mit dem er nach vielen Jahren an seine bekannte Batman-Erzählung "Die Rückkehr des Dunklen Ritters" (Carlsen 1989) anknüpft. Im US-Original erschien das erste Heft von "The Dark Knight strikes again" bei DC 2001. Das bereits für Dezember 2001 angekündigte dritte (und letzte) Heft der Reihe liegt im Original noch nicht vor.
Elefantenrunde
Seit dem ersten Comic-Salon 1984 tritt alle zwei Jahre in Erlangen die Elefantenrunde zusammen. Heute versammelten sich unter der Leitung durch Andreas Platthaus die Verlagsgrößen Georg F. W. Tempel (EMA, erster von links), Joachim Kaps (Carlsen, zweiter von links), Steffen Volkmer (Dino, zweiter von rechts) und Klaus D. Schleiter (Mosaik, erster von rechts) und tauschten ihre Meinungen über die Befindlichkeit des Marktes aus. Die spannende Frage, wie es mit Dino weiterginge, beantwortete Volkmer mit dem Hinweis, dass zurzeit zwölf Mitarbeiter bei Dino Comics arbeiteten und man Zukunftspläne habe. Über selbige wollte er aber noch nichts verlautbaren. Dieser Haltung schloss sich auch Tempel bezüglich EMA an. Zwar mache Carlsen 75 % Umsatz durch Manga, man wolle das Programm aber nicht ausweiten. Ein Mangaleser werde nicht so einfach zum Comicleser und im Jahre 3 der Mangawelle wisse man noch nicht, wie lange der Manga derart erfolgreich sei. Schleiter wünschte sich mehr inländische Comiczeichner, die in Studiogemeinschaften zusammen arbeiteten, um voran zu kommen. Das Jahr sei kein gutes Jahr gewesen, aber man sei dennoch lebendig, so ließe sich das Gespräch der Elefanten zusammenfassen.
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Signieren
"Revenge", ruft Zoran Janjetov als ihn der Blitz trifft. Schneller als sein Schatten zieht er seine Kamera und versucht den auf ihn zielenden Fotografen ebenfalls abzulichten. Der Zeichner von den "Techno-Vätern" verrichtet seine Arbeit am Stand von Ehapa offenbar mit großem Spaß, auch wenn stundenlanges Signieren nicht ohne Weiteres eine Freude ist. Mit dem Zeichenstift geht Janjetov, der von Moebius die Serie "John Difool" als Zeichner mutig übernahm, jedoch geschickter um, als mit seinem Fotoapparat. Er hatte nämlich vergessen einen Film einzulegen.
EEE thront
Hoch oben über allen Ständen thront Auge von EEE auf einem majestätischen Sitz, der zur Meditation über die Welt der Comics einlädt. Ganz irdisch geht es hingegen in den Neuerscheinungen des Verlages zu. In den Serien "Extrem" und "Schweinevogel" wurden rechtzeitig zur Messe die neuesten Hefte fertig. Für die Horroranthologie "Extrem" arbeitet weiterhin u.a. der bekannte Autor Pat Mills, der inzwischen statt nach Berlin nach Spanien gezogen sein soll. Kann man ihm das verdenken? Im witzigen neuen "Schweinevogel" geht man - von hinten nach vorne zu lesen - der Frage nach, wie Spiderkarl mit seinen klebrigen Spuckfäden klar kommt. Vorsicht vor bissigen Toastern!
Epsilon
Man kennt Mark O. Fischer als sehr ruhigen Kleinverleger von Comics, in denen gewitzte und energische Damen spannende Abenteuer erleben. Jetzt hat er sich neues Material in sein Verlagsprogramm geholt, nämlich eine Science Fiction-Serie, deren Texte er selbst ins Deutsche überträgt. Dazu arbeitet er nicht nur mit dem originalen französischen Text, sondern er zieht zusätzlich die niederländische Ausgabe zu Rate, um eine möglichst treffende Sprache für "Aldebaran" zu finden. Diese seit 1994 in Frankreich bei Dargaud erscheinende und von Léo gezeichnete Serie wurde 2000 mit dem zweiten Zyklus "Bételgeuse" fortgesetzt.
Fotoautomat
Einfallsreichtum bringt uns vorwärts. Zwar stand auch schon während der Kölner Comictage in der dortigen Stadtbibliothek ein ähnlicher Automat, aber dieser auf der Comicmesse ist noch um einiges schöner verpackt. Nach dem Platznehmen und dem Einwurf eines Geldbetrags, beginnt der Automat fast lautlos und fotochemiefrei zu arbeiten. Ab und an taucht der blonde Kopf einer Zeichnerin auf, die im Automaten für die korrekte Funktion der besonderen und fast geheimnisvollen Maschine sorgt. Unseres Wissens benötigt das Wunderwerk auch nahezu keine elektrische Energie, er läuft zauberhafterweise mit den Inhaltsstoffen von Käsebrötchen und Kaffee.
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comic.de multimedia
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Ausstellung Baru
Baru machte jüngst mit dem Comic "Die Sputnik-Jahre" auf sich aufmerksam. Im Jahr 2000 wählte die zehnköpfige Jury von RRAAH! den Titel "Autoroute du soleil" zum Comic des Jahres. Begleiten Sie uns auf einem Rundgang durch seine Erlanger Ausstellung. »Start«.
Hinweis: Zum Start unseres RRAAH!dio-Programms muss Ihr Browser Java-Applets abspielen können. - Der Beitrag ist erst einige Zeit nach Ende der Ausstellung verfügbar.
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Puck
Peter Puck ist ein Großer unter den deutschen Zeichnern, der mit humorigen Beiträgen zu seinen scharfen Beobachtungen oft den Nerv der Zeit trifft. Heute sitzt er am Stand von Heinzelmännchen, zeichnet einen Rudi nach dem anderen und grüßt die Leser. Klicken Sie bitte auf »Start«.
Hinweise: Zum Start unserer kurzen Filme muss Ihr Browser AVI-Dateien abspielen können (QuickTime-PlugIn herunterladen). Sollte das Abspielen durch Ihren Browser nicht funktionieren, können Sie den AVI-Film auch vermittels einer ZIP-Datei herunterladen, ihn daraus extrahieren und offline abspielen. Klicken Sie dazu bitte auf das nebenstehende Foto.
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