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Eine RoboCop-Aktive achtet am Eingang auf Ordnung in der Besucherschlange und vertreibt mit charmantem Nachdruck Schwarzhändler, die mit WM-Tickets oder Signierkarten für Gosho Aoyama den großen Reibach machen möchten.

Tipps für Freitag

  • 10 - 19 Uhr, Comic-Messe, Rathaus und Heinrich-Lades-Halle
  • 12 Uhr, Künstler im Gespräch: Cargo – Tim Dinter, Jan Feindt und Jens Harder, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 13 Uhr, Comics im Klassenzimmer – Die Comic-Ausbildung an deutschen Hochschulen, Rathaus, Großer Ratssaal
  • 14 Uhr, Einstellung gegenüber Comics – Eine Untersuchung, Rathaus, Trauungssaal, 1. Stock
  • 14 Uhr, Führung durch die Ausstellungen des Großen Saals mit Herbert Heinzelmann
  • 15 Uhr, Elefantenrunde Fernost, Rathaus, Großer Ratssaal
  • 15 Uhr, Führung durch die Ausstellungen "Lorenzo Mattotti: Feuer, Farben, Träume. Bildpoet aus Brescia" und "Benoît Broisat: Die Innenwelt der Außenwelt. Videos und Bilder", Städtische Galerie Erlangen
  • 16 Uhr: Künstler im Gespräch: Die Kollektion Ignatz – Igort, Gipi und Gabriella Giandelli, Rathaus, Trauungssaal
  • 17 Uhr: Künstler im Gespräch: Karlien de Villiers, Rathaus, Großer Ratssaal
  • 17 Uhr: Projektpräsentation: "lin_c Heft für Comics und Bildliteratur" Comics aus Österreich, Rathaus, Trauungssaal
  • 18 Uhr: Künstler im Gespräch: Humberto Ramos, Rathaus, Trauungssaal
  • 18 Uhr: Comic Sisters – Frauen in der Comicbranche, Rathaus, Großer Ratssaal
  • 18 Uhr: Eröffnung der Ausstellung mit Arbeiten aus dem Workshop "Lust auf Comics", Begegnungszentrum
  • 19.30 Uhr: Special mit Lorenzo Mattotti: Gespräch mit Herbert Heinzelmann und Signierstunde, Städtische Galerie Erlangen
  • 20 Uhr: Der alltägliche Kampf, Theater in der Garage
  • 20 Uhr: Vernissage-Party mit der Band "Bat Boys" – Ausstellung "Comic Café 2006", Café Moravia
  • 21 Uhr: Geburtstagsparty! 15 Jahre Reprodukt, media.art.zentrum/ Strip Bar
  • 22 Uhr: "Abseits": Vom Ende des Fußballspiels, Kulturzentrum E-Werk, Club Bühne

Donnerstag, den 15. Juni


Spider-Man am Erlanger Rathaus

15_rathaus_spider-man.jpg Wer mutig ist, darf es ihm nachmachen: Spider-Man lief aus dem 14. Stock des Rathausturmes die Fassade des frisch renovierten Gebäudes hinunter. Die langen Spinnenfäden hielten, so dass anschließend jedem Besucher des Comic-Salons das Angebot gemacht wurde, es ihm nachzutun. Vor dem Eingang des Rathauses hatte man eine Open Air-Bühne aufgebaut, von der aus der Kulturreferent Erlangens, Dr. Dieter Rossmeissl, Spider-Man und die Besucher des 12. Internationalen Comic-Salons begrüßte. Er erklärte unter dem lauten Beifall der Besucher, die bereits in einer langen Schlange auf Einlass warteten, den Salon für eröffnet.
(Foto: Spider-Man an der Fassade des Rathauses Erlangen)

Computer und Comic

15_computerundcomic.jpg Carl Barks zeichnete noch Elektronengehirne, die ganze Räume füllten. Die Computermodelle haben sich seitdem sehr verändert und mit ihren Möglichkeiten wandelten sich auch die Comics, die mit einem Computer hergestellt wurden. Eckart Sackmann zeigte durch ausgewählte Beispiele, wie stark sich die Herstellung von Comics von der Zeichnung bis zum Druck mittlerweile verändert hat.
(Foto: Dr. Eckart Sackmann zeigt den Unterschied zwischen damals und heute)

Cosplay-Schaulaufen

15_cosplaylaufen.jpg Der letzten Herbst in Frankfurt preisgekrönte Comicladen "Ultra Comics" präsentierte auf der Open Air-Bühne vor dem Rathaus ein erstes Schaulaufen von Cosplayern. Mit großem Einsatz geschneiderte Kostüme, aufwändige Frisuren oder besondere Schminkweisen gaben der Begeisterung Ausdruck, mit denen sich die Cosplayer um ihre Comic- und Animefiguren kümmern. Dem Comic-Salon steht es gut zu Gesicht, die jüngeren Comicfans in den Comicsalon einzubinden, entstand doch gelegentlich der Eindruck, dass der Salon vornehmlich die Leser frankobelgischer Comics anspricht. Mit solchen Aktivitäten im Cosplay- und Mangabereich und der großen Ausstellung deutscher Zeichner stellt man sich auf einen breiteren Besucherkreis ein.
(Foto: Cosplayerin mit ganz besonderen Augen)

ICOM-Preisverleihung

15_icompreisverleihung.jpg Arne Bellstorf erhielt für "acht, neun, zehn" vom ICOM unter großem Beifall im Ratssaal des Erlanger Rathauses den Preis für den Besten Independent Comic. Als jedoch Klaus Cornfield für "Katze" Nr. 1 den Preis für den Besten Kurzcomic in Empfang nehmen sollte, kam es zu Aufregung und lautstarkem Protest. Nicht etwa, dass das Publikum mit dieser Entscheidung der Jury unzufrieden war, nein, doch sein Verleger Rochus Hahn vom Schwarzen Turm schüttelte entsetzt den Kopf und hob zur Jury-Schelte an. Wie könne man jemandem für so einen kurzen Comic einen Preis geben, wenn dieser dem Verlag seit Jahren die Fortsetzung seiner "Kranken Comics" schuldig sei? Jetzt werde der Künstler vermutlich nur noch solche kurzen Comics zeichnen und sein Verlag gucke in die Röhre. Daher konfiszierte Herr Hahn kurzerhand den Scheck über 300 €, den der Vorsitzende des ICOM, Burkhard Ihme, dem Künstler eigentlich als Preisgeld zukommen lassen wollte. Sehr erfreut zeigte sich hingegen Manuele Fior über seinen Preis für das Herausragende Szenario von "Menschen am Sonntag". Er fühle sich an Berlin und an eine große Liebe erinnert, gab er als Gedanken zu seinem Comic zum Ausdruck, und dankte seinem Verleger Johann Ulrich vom Verlag avant. Der ICOM änderte die Kategorien seines Preises, weil man beispielsweise in letzter Zeit zwischen Funny und realistischem Comic immer weniger gut unterscheiden könne, erläuterte Ihme. So ging der Preis für das Herausragende Artwork an MOKI für "Borderland", ein Beitrag im dritten Band der Anthologie »Panik Elektro«. Einen Sonderpreis für eine bemerkenswerte Comicpublikation verlieh die Jury an Ulli Lust für www.electrocomics.com. Kim Schmidt erhielt für www.comiczeichenkurs.de den Sonderpreis der Jury für eine besondere Leistung oder Publikation. Lobende Erwähnungen zollte man Johann Ulrich als Herausgeber von "Cargo", Fil für "Didi & Stulle", Ingrid Sabisch für "Schwangerschaftsstreifen" und Laska Comix für "Der Struwwelpeter".
(Foto v.l.n.r.: Harald Havas, Robi)

Herrensahnecomic-Kreuzwege

15_comickreuzwege.jpg Im Nebeneingang zur Comicmesse schraubte die Herrensahne in stundenlanger Nachtarbeit einen Comic-Quader zusammen. Dazu wurden in Unmengen von CD-Hüllen Zeichnungen eingesetzt und so zusammengestellt, dass sich mehrere Erzählfäden finden lassen, die wie bei einem Kreuzworträtsel lesbar sind. In Frankreich nennt man das Scroubabble. Herrensahne zeigt in Erlangen außer dieser Installation auch ihr neues und elftes Comicmagazin 'Neues Spiel'.
(Foto: Comic-Kreuzwege von Herrensahne)

Comics im großen Saal

15_ausstellunggrossersaal.jpg Im großen Saal gibt es zum Comic-Salon viel zu entdecken. Die Architektur der Ausstellujng schafft ständig neue Blicke und die zahlreichen deutschen Zeichner, die hier ausgestellt werden, haben Überraschendes zu zeigen. Im Bühnenraum gibt Moga Mobo einen umfassenden Einblick in ihr Projekt, das zusammen mit japanischen Künstlern entstand und als verbindendes Element die Kugel wählte. Das erklärt den Kugelblitz der im Bühnenbreich des Saales von der Decke wirkt.
(Foto: Blick in den großen Saal)

Das Comic Quartett

15_comicquartett.jpg Nicht nur über "Fliegenpapier" ging die Meinung weit auseinander: Jeder der vier Mitglieder des Quartetts, Lutz Göllner, Eckart Sackmann, Constanze Döring und Andreas Platthaus tauschten ihre Ansichten zu den vier Comics "Adolf", "Fliegenpapier", "Das geheime Dreieck" und "Isaak, der Pirat" aus.
(Foto v.l.n.r.: Eckart Sackmann, Constanze Döring, Andreas Platthaus)

comic-tv

15_comictv.jpg Jetzt ist Comic-Fernsehen angesagt. Mit Kameras, Computern, einer Unzahl von Kabeln und Leuchten stellen Röni, Lino und Ortwin jeden Tag während des Salons eine Sendung zusammen. Damit halten sie in bewegten Bildern fest, was ihnen zum jeweiligen Tag berichtenswert erscheint. Heute beginnt alles mit der Eröffnungsrede des Kulturreferenten. Die weiteren Themen sind: das Cosplay-Schaulaufen, die Ausstellung zu Lorenzo Mattotti, die Nominierung von Nicolas Mahler zum Max und Moritz-Preis, der Vortrag über Computer und Comic, die Manga-Zeichenschule und Slip-Einlagen von Herbert Heinzelmann. 8-)
Schauen Sie comic-tv. (MOV-Datei, AVI-Datei)
(Foto: Erlangens Kulturreferent Dr. Dieter Rossmeissl)

Goldener Spacken

15_goldenerspacken.jpg Zum Schluss fiel die Entscheidung der dreiköpfigen Jury schnell: Anna-Maria Jung wurde für ihre Darstellung eines nussgefährlichen Eichhörnchens der Goldene Spacken verliehen. Zwar zeigte sich die Jury wenig erfreut über die energisch vorgetragenen Einwürfe der Künstlerin während der Entscheidungsfindung, aber die Juroren Eckart Breitschuh, Rochus Hahn und Stefan Dinter zogen Anna-Marias Cartoon denjenigen von Ivo Kircheis vor, der gleich mit zwei Beiträgen im Rennen war.
(Foto v.l.n.r.: Eckart Breitschuh, Anna-Maria Jung, Stefan Dinter)


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