comic.de aktuell
16_mangafiguren.jpg

Mangafiguren in einer Vielzahl von typischen Posen werden den Messebesuchern in einem eigenen Saal angeboten, der dem fernöstlichen Comic gewidmet ist.

Tipps für Samstag

  • 10 - 19 Uhr: Comic-Messe
  • 10 - 17 Uhr: Comic-Börse
  • 11 Uhr: Führung durch die Ausstellungen des Großen Saals mit Herbert Heinzelmann
  • 12 Uhr: Manga made in Germany, Rathaus, Großer Ratssaal, 1. Stock
  • 12 Uhr: Die Radierer in Concert, Open Air Bühne, Rathausplatz
  • 12.30 Uhr: Bilderhelden – Heldenbilder, Präsentation, Rathaus, Trauungssaal, 1. Stock
  • 13 Uhr: Colorieren mit Copics – Paper Theatre Workshop, Großer Saal, Klassenzimmer
  • 13.30 Uhr: Holocaust im Comic, Rathaus, Großer Ratssaal
  • 14 Uhr: Manga, J-Pop, Gothic Lolitas – Japanische Popkultur in Deutschland, Rathaus, Trauungssaal
  • 14 Uhr: Die Wellenläufer, Lesung von Kai Meyer mit Livezeichnungen von Christian Nauck, Rathaus, Zimmer 106
  • 14 - 16 Uhr: Kickerturnier, Aktionsfläche
  • 15 Uhr: Haben die Götter auch den Humor erfunden? Die Karikatur zwischen Meinungsfreiheit und Bilderverbot, Rathaus, Großer Ratssaal
  • 15 Uhr: Pornophonique in Concert, Open Air Bühne
  • 15 Uhr: Führung durch die Ausstellungen von Lorenzo Mattotti und Benoît Broisat, Städtische Galerie
  • 15 Uhr: Richtig bewerben bei einem Verlag – Paper Theater Workshop, Großer Saal, Klassenzimmer
  • 15.30 Uhr: Fanzines revisited, Rathaus, Trauungssaal
  • 16.30 Uhr: Elefantenrunde: Neue Konkurrenz, Rathaus, Großer Ratssaal
  • 18 Uhr: Toon-Blogger live, media.art.zentrum
  • 18 Uhr: Künstler im Gespräch: Gosho Aoyama, Rathaus, Großer Ratssaal
  • 21 Uhr: Max und Moritz-Gala, Markgrafentheater

Freitag, den 16. Juni


Comicschwestern

16_penndorf.jpg Sieben Frauen tauschten sich über Erfahrungen aus, die sie in der Comicszene gemacht haben: Marion Egenberger, Naomi Fearn, Jutta Harms, Gudrun Penndorf, Elke Reinhart, Rossi Schreiber und Christina Walz sprachen über ihren Einstieg in die Comicwelt und über ihre Beobachtungen, wie verschieden Männer und Frauen auf den Comic zugehen. Während Frauen eine langweilende Comicserie bereits nach wenigen Titeln nicht mehr anschaffen würden, habe der Mann die Tendenz zum Komplettieren und kaufe gelegentlich Comics sogar zweimal, wenn sie in einer besonderen Auflage erscheinen. Jutta Harms, Pressesprecherin von Reprodukt und der Edition Moderne, verwies auf das "Bescheidwissertum", dem der männliche Comicliebhaber anhänge. Er versuche mit Insiderwissen zu glänzen, ein Verhalten, welches den Frauen fernliege. Gudrun Penndorf übersetzte "Asterix", "Lucky Luke", "Isnogud" und etwa 125 "Lustige Taschenbücher". Sie schilderte, wie sie von Dr. Erika Fuchs diese Arbeit erhielt und erinnerte dabei an die Zeit, in der man an seine Übersetzungsaufträge noch per Telefonzelle gelangte. Für Rossi Schreiber waren Comics damals "aufregend, männlich, suversiv und sexy". Sie brachte sich dicke Tüten voller Comics aus den USA mit nach Deutschland, wo sie später den Verlag "Schreiber & Leser" gründete. Später wählte sie bei ihrer Scheidung nicht das Haus sondern den Verlag. Marion Egenberger versteht sich als "Pressesprecherin von Micky Maus". Mittlerweile rege es sie nicht mehr auf, wenn man sie deshalb nicht ernst nehme. Christina Walz, die jetzt für den Comic-Salon die Pressearbeit macht, legte ihr wöchentliches Taschengeld von 1 DM in "Silberpfeil"-Heften und Weingummischlangen an. Da sie in Leinfelden-Echterdingen wohnte, gelangte sie nach Überwindung von Hausmeister und Hund an die Container, in die Ehapa die Fehldrucke der "Lustigen Taschenbücher" warf. Der Drang zum Comic hat sie apäter nie verlassen. Das interessante Gespräch, welches unter der Überschrift "Comic Sisters" stand, leitete die Wiener Journalistin Nicole Kolisch. Mit dem Titel "Comic Sisters" erinnerte man an eine Anthologie, welche 1992 Frauen-Comics veröffentlichte. Diese Idee wurde in "Schräge Schwestern" (Elefanten Press) und in der Heftreihe "XX" (Jochen Enterprises) fortgesetzt. Der letzte Satz sei ein weiterer Beleg für das Bescheidwissertum des Mannes.
(Foto: Gudrun Penndorf)

Take me to the bonus level...

16_pornophonique.jpg ... because I need an extra life! Was für eine Energie diese begeisternden Jungs von pornophonique haben! Noch präsenter, noch mitreißender, noch abgestimmter als vor zwei Jahren brachten Felix (Gameboy) und Kai (Gitarre und Gesang) ihren Auftritt bei der vgs-Party (Ehapa, EMA) über die Rampe. Von der Vor- und Nachgruppe sprach später kaum noch jemand, aber dank der beiden Spezialmusikanten wurde die Ehapa-Party unvergessbar.
(Foto: Gameboy von Felix)

Losing Neverland

16_fahrsindram.jpg Die Mangaka Fahr Sindram sieht nicht ein, dass man Missbrauchsszenen im Comic zeigt, wenn man vorhat, als Zeichnerin etwas gegen sexuellen Missbrauch von Kindern zu unternehmen. Eine solche Moral erscheint ihr doppelbödig. Folglich wählte sie sich einen Verlag für ihren Manga, bei dem sie sich einem solchen Widerspruch nicht aussetzen muss. Der englische Verlag Butter & Cream nahm ihren Manga "Losing Neverland" in sein Programm auf. Fahr Sindram wurde auf der Leipziger Buchmesse 2006 entdeckt. Sie stammt aus Kiel und lebt jetzt in Berlin.
(Foto: Fahr Sindram)

Panel 26

16_dahlmann.jpg In den 18 Jahren, in denen das Fanzine "Panel" jetzt erscheint, hatten mindestens 150 Zeichner und Autoren die Gelegenheit, auf diesem Wege erstmals zu veröffentlichen. In jedem Heft seien neue Leute vertreten, damit eine gewisse Spannung erhalten bleibe, erklärt Bert Dahlmann (Foto) einem Zeichner, der an den Stand der Edition Panel gekommen ist, um seine Mappe zu zeigen. Zum Comic-Salon ist das 26. Heft herausgekommen, welches unter anderem Beiträge von Peter Puck, Jens Harder, Nic Klein, Calle Claus, Haimo Kinzler, Rautie und dem Dänen Ole Comoll versammelt. Bert Dahlmann, der rührige Bremer Comic-Organisierer, unterstützte Anfang des Jahres eine Ausstellung zum polnischen Comic, die einen anderen Aspekt des Comicschaffens unseres Nachbarlandes aufzeigt, als man es der entsprechenden Comic-Ausstellung in Leipzig zur dortigen Buchmesse im März entnehmen konnte. Dahlmann weist des Weiteren auf den 2002 viel zu früh verstorbenen Autoren Frerk-Heinrich Neumann hin, der für das alte MAD und für Schmidteinander schrieb. Panel möchte an sein Werk erinnern und bereitet einen entsprechenden Beitrag vor.
(Foto: Bert Dahlmann)

Humberto Ramos

16_humbertoramos.jpg Als Junge stellte der Mexikaner Humberto Ramos ("Out There", "Crimson", "Die Offenbarung") fest, dass er besser zeichnen konnte als seine Mitschüler und er begann, Tag für Tag zu zeichnen. Er half seinem Zeichenlehrer bei dessen Kriminal-Comics, aber auf diese Art Comics hatte er eigentlich keine Lust. Er versuchte 1992 erstmals, in den USA als Comiczeichner Fuß zu fassen. Das Ergebnis war enttäuschend. Als Mexikaner war er gezwungen besser zu sein als die US-Kollegen, um eine Chance zu erhalten. "Ich wollte denen zeigen, dass ich das konnte", nennt Ramos als Grund, warum er 1993 erneut zu einer US-Comic-Convention reiste. Diesmal hatte er mit seinem Portfolio Erfolg. Zwar kamen die ersten Aufträge noch aus dem Superhelden-Bereich, aber dann stieg er in die Cliffhanger-Serie ein. Jüngst erschien von ihm bei uns "Die Offenbarung", eine Erzählung über ein viertes Geheimnis der Fátima.
(Foto: Humberto Ramos)

Alligatorfarm

16_karlnagel.jpg Die Axt haben sie ihm schon weggenommen, aber seine durchdringende, laute Stimme bleibt eine scharfe Waffe, die Karl Nagel ("Elbschock", "Perry Rhodan") für sein Anliegen virtuos einsetzt. Im Stile eines Marktschreiers verhöhnt er die Verlage, die frankobelgische Lizenzen einkaufen und dann Alben zum Preis von 10 Euro herausbringen. Er will Pulp, Comics fürs Klo, Massenauflage, Schund.
(Foto: Karl Nagel)

Kicker-Turnier

16_kicker.jpg Schon die Vorrunde des von Comicgate ausgerichteten Kicker-Turniers hatte seine Tücken. Die bis unter die Haarspitzen motivierten zwanzig Fußballteams hatten nicht nur mit schweißfeuchten Griffen zu kämpfen, sondern auch mit den Kommentatoren Stefan Dinter und Eckart Breitschuh, die mikrofongewöhnt anfeuerten und schmähten, dass nur mental stabile Spieler zu konzentrierten Torschüssen ansetzen konnten. Einen starken Eindruck hinterließen die Könner von Panini und Carlsen, die den Ball flach hielten und sich blendend verteidigten. Morgen geht es in der Endrunde um den Salontitel.
(Foto: Kickerturnier)

comic-tv

16_fluegelkugel.jpg Auch für den heutigen Tag gibt es eine Sendung von comic-tv mit Beiträgen über den Ausstellungsaufbau, zum 24 Stunden-Zeichnen, zur Verleihung des Goldenen Spacken, zur sogenannten neuen deutschen Comicwelle, zu Max Goldt, zu Karl Nagels Alligatorfarm, den Ausstellungen im Großen Saal und zu "Paper Theatre".
Schauen Sie comic-tv. (MOV-Datei, AVI-Datei)
(Foto: Geflügelte Kugel von Jonas Greulich (Moga Mobo-Ausstellung im Großen Saal))


zurück weiter  [zurück] [Startseite Erlangen 2006] [Startseite comic.de] [Seitenanfang] [weiter]

Copyright © 2006 Verlag Sackmann und Hörndl