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ComicTime Hildesheim
Die Schulausstellung 2004
Von Eckart Sackmann

Das bereits angekündigte große Comicfestival mußte in Hildesheim abgeblasen werden. Mit der Organisation einer Schulausstellung zum Thema Comic hat die Projektgruppe ComicTime jedoch eins ihrer Ziele gerettet: die Förderung der Kreativität in der niedersächsischen, durch ihre wertvollen Kulturdenkmäler bekannten Stadt. Am 3. Juni fand die turbulente Eröffnung statt.

Nicht weniger als sechs Schulen mit insgesamt 20 Klassen bzw. Kursen hatten sich um einen Ausstellungsplatz in der Hildesheimer St. Andreas-Kirche beworben. Aus der Menge der Arbeiten wurden jeweils drei bis fünf Werke pro Gruppe zugelassen. Der Kunstwissenschaftler Kai Gurski (Foto oben, bei der Eröffnung), der die Ausstellung federführend betreut hat, verwies auf die Vielfalt der eingereichten Arbeiten, die aus verschiedenen Altersstufen vom 4. bis zum 13. Jahrgang entstammen.

In Hildesheim hatte es vor vier Jahren bereits eine ähnliche Initiative gegeben. So war es leicht, Stadt und Schulen vom Nutzen der Ausstellung zu überzeugen. Die Stadt übernahm denn auch die Schirmherrschaft über das Unterfangen, das ansonsten durch ehrenamtlicher Tätigkeit der Projektgruppe und mit Unterstützung von Sponsoren zustande kam.

Den einzelnen Kunsterziehern blieb es überlassen, das Thema Comic zu spezifizieren. Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. So belegt die Ausstellung eindrucksvoll, auf wie viele verschiedene Arten man sich dem Stoff annähern kann. Da gab es beispielsweise kleine Erzählungen in gezeichneter Form oder als Fotocomic, dreidimensionale Umsetzungen bekannter Figuren, Bezüge zu Pop Art und Manga, die Verwandlung Hildesheimer Symbole zu Comicfiguren oder die Entwicklung ganz eigener Charaktere.

Disneys Micky Maus (unten rechts) ist in der Schau, die beide Seitenschiffe der großen Hildesheimer Bürgerkirche St. Andreas füllt, ebenso präsent wie Lara Croft (unten). Zur Überraschung der Jury gab es jedoch nur wenige Arbeiten, die sich auf die derzeitige Lieblingslektüre der Jungendlichen, auf Manga, bezogen. Da sich auch die jungen Hildesheimer diesem Trend nicht verschließen, mag hier wohl der Geschmack der Lehrer eine Rolle gespielt haben.

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Fotogalerien
Bitte auf das gewünschte Bild klicken, um die zugehörige Fotogalerie zu starten. Die Ausstellungstexte stammen von Kai Gurski.

   

Bei strahlendem Wetter und nach einer musikalischen Einleitung durch die Band "Mobile Acoustic Jam Session" gab Hildesheims Erste Bürgermeisterin Frau Elisabeth Conrady den Startschuß. Einige hundert Schüler, die zur Ausstellungseröffnung von ihren Schulen Freistunden bekommen hatten, waren schon sehr gespannt, wer aus den teilnehmenden Teams es bis zur Präsentation geschafft hatte.

Der Andrang auf die Kunstwerke war enorm. Immer war bei den sich vor den Stellwänden und Vitrinen drängenden Kindern und Jugendlichen Begeisterung zu spüren, nicht nur über die Comics selbst, sondern auch darüber, daß man an einem gemeinsamen Projekt teilhaben durfte. Durch die Ausstellung der ComicTime ist es gelungen, die einzelnen Schulen der Stadt (und zwar alle Typen von der Grundschule über die Gesamtschule bis zum Gymnasium) zu einem Ganzen zusammenzubringen.

Selbst die Trickfilmvorführung, die die Veranstalter als Zugabe anboten, konnte die Schüler nicht von der Ausstellung weglocken. Schließlich gingen alle zufrieden nach Hause - die ComicTime-Macher, weil ihr Konzept offensichtlich angekommen war, die Schüler, weil sie ihren Spaß gehabt hatten, die Lehrer, weil sie als Präsent noch eine von Ehapa und comicplus+ gespendete Kiste voller Comics mitnehmen konnten. Das ist nicht nur Lesestoff, sondern auch Anregung für weitere Aktivitäten im Bereich der "bunten Bilder".

Die Ausstellung der Hildesheimer Schulen zum Thema Comic findet statt in der
St. Andreas-Kirche Hildesheim (direkt im Stadtzentrum)
vom 3. Juni bis zum 1. Juli 2004
Öffnungszeiten Mo-Fr 9 Uhr bis 18 Uhr, Sa 9 Uhr bis 16 Uhr, So 11Uhr 30 bis 16 Uhr.
www.comictime.de

 
  Der alte Micky
Zum 75. Geburtstag von Disneys weltberühmter Maus haben sich die Schüler/-innen mit den Anfängen des Comic-Nagers beschäftigt. In Anlehnung an alte Mickey Mouse-Zeichnungen aus den späten 1920er und frühen 1930er Jahren wurde Mickeys Kindheit und Jugend in verblüffenden Bildern dokumentiert und dabei einige neue Erkenntnisse über dieses weitestgehend unbekannte Lebenskapitel des heutigen Weltstars zu Tage gefördert. (Michelsenschule - Fr. Hörrmann-Dicke - 8. Jg.: "Mickey wird 75": Die Kindheit und Jugend der berühmtesten Maus der Welt)


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