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Im Auftrag der Bruderschaft von S. Orsola in Venedig schuf Vittore Carpaccio von 1490 bis 1495/1500 neun Gemälde zur Legende der hl. Ursula. Für die Geschichte der Bilderzählung ist daran bedeutsam, daß er in seinem Zyklus auch Simultanbilder einsetzt (vgl. den Ursula-Schrein [180 KB] von Hans Memling).
Begegnung von Ursula und Aetherius und Auszug der Pilger (1495, Tempera auf Leinwand, Galleria dell'Accademia di Venezia). Untere Bildhälfte
In diesem Gemälde sind vier Szenen der Ursula-Legende dargestellt. Links nimmt Aetherius Abschied von seinem Vater, rechts, jenseits der Fahnenstange (Szenenbegrenzung), begegnen sich die Verlobten Ursula und Aetherius, gleich daneben verabschieden sie sich von Ursulas Eltern, und im Bildhintergrund besteigen sie ein Boot, um zum Schiff überzusetzen, das bereits mit geblähten Segeln auf die Verlobten wartet.
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Alle neun Gemälde im Überblick
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Ankunft der englischen Gesandten am Hof des Königs der Bretagne (1495/1500, Tempera auf Leinwand, 275 cm x 589 cm)
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Verabschiedung der englischen Gesandten (1495/1500, Tempera auf Leinwand, 218 cm x 253 cm)
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Rückkehr der englischen Gesandten (1495/1500, Tempera auf Leinwand, 295 cm x 527 cm)
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Begegnung von Ursula und Ethereus und Auszug der Pilger (1495, Tempera auf Leinwand, 280 cm x 611 cm)
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Traum der hl. Ursula (1495, Tempera auf Leinwand, 274 cm x 267 cm)
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Begegnung der Pilger mit Papst Cyriakus (etwa 1492, Tempera auf Leinwand, 281 cm x 307 cm)
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Ankunft der Pilger in Köln (1490, Tempera auf Leinwand, 280 cm x 255 cm)
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Martyrium der Pilger und Beerdigung der hl. Ursula (1493, Tempera auf Leinwand, 272 cm x 560 cm)
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Apotheose der hl. Ursula (1491, Tempera auf Leinwand, 481 cm x 336 cm)
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Zum Vergleich:
Kölner Schule, Ursula-Zyklus, Köln, 1456
Tomaso da Modena: Storia di Sant'Orsola, um 1352
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Copyright © 2003 Verlag Sackmann und Hörndl
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