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Paul Teng (vorne) und Hermann (dahinter) signieren bei Salleck

Der Haggi maahlt führs Färnseen in di Kammera
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Kölle Highlife
Ganz im Gegensatz zu den Kölner Comictagen des letzten Jahres fand sich in diesem Jahr deutlich mehr Publikum in den Räumen der Stadtbibliothek ein. Auch durch das vermehrte Interesse von Ausstellern reichte am Samstag der Platz im Ergeschoss des Hauses nicht mehr, so dass einige Stände in den ersten Stock zogen. Gründe für den Zulauf dürften sein, dass international bekannte Zeichner wie Hermann oder Paul Teng anwesend waren, dass die ICOM-Preisverleihung stattfand, dass man mit Vorträgen, Aufführungen, Zeichnertreffen und Ausstellungen ein breit angelegtes und lohnenswertes Angebot auf die Beine stellte und nicht zuletzt, dass das Datum der Comictage diesmal so gewählt wurde, dass zur gleichen Zeit keine andere Comicveranstaltung im Kölner Raum lief.
Eine mit viel Beifall aufgenommene Lesung von "Wanda Caramba" durch eine Gruppe junger Schauspieler, die dank ihrer Gewandtheit auf der Bühne auch die anschließende ICOM-Preisverleihung launig gestalteten, bildete einen der gelungenen Schlusspunkte der 3. Comictage und trug zu einer angenehmen Atmosphäre bei, in der sich Zeichner, Autoren, Verleger und Leser in Köln begegneten. Constanze Döring und ihren Mitarbeitern gelang mit diesen Comictagen der Schritt zu einer Veranstaltung, die ihre Geburtswehen überwunden hat und die in dieser Form das Konzert der jährlich stattfindenden Comic-Ereignisse bereichern wird.
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Der ICOM verlieh in diesem Jahr den Preis für das beste Fanzine an das Kölner Magazin "Zebra" von den Brüdern Berres. Als bester Independent Comic wurde "Le grand rien" von Jakob Werth und Thomas Gilke ausgezeichnet. Die mit diesen Preisen verbundenen je eintausend Mark überreichte Burkhard Ihme als Vorsitzender des ICOM in Form eines Schecks an die anwesenden Gewinner oder deren Vertreter. Die diesmal aus nur zwei Personen bestehende Jury zeichnete "Horst" von Geier und Robi als besten Funny aus, bester realistischer Beitrag wurde "Das Mahl" von Karsten Schwenzfeier (aus Tremor Comics #9). "Wanda Caramba" von Eckart Breitschuh konnte die Juroren mit dem besten Szenario überzeugen und der Sonderpreis ging an die Initiative Comic Kunst e.V. (INC.), für die Wittek den Preis (500 DM) hastig und verspätet an sich nahm.
Unter den eingereichten Beiträgen für diesen ICOM Independent Comic Preis 2001 befanden sich des Weiteren zahlreiche Comics, die man ausdrücklich und lobend erwähnte. Die Liste reicht von Horus' "Schattenreich" über die "edition brunft", die Rotkäppchenerzählung von Breitschuh/Wittek, über Laska Comix bis zur "Wondertüte" von Atak. Die Einzelheiten und Laudationes entnehmen Sie bitte der Presseerklärung des ICOM und der Übersicht über die Siegertitel. Die Interessierten an diesen Independent Comics stehen nun vor der herausfordernden Aufgabe, diese oft nur in bescheidener Auflage erschienenen oder nur lokal vertriebenen Titel zu ergattern. Eventuell hilft einem der ICOM mit seinem Shop auch dabei weiter.
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Bestes Fanzine: "Zebra"
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Web-Adresse des ICOM: http://www.comic-i.com
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Weitere Abbildungen: [Siegertitel und lobende Erwähnungen] [Fotos von der Preisverleihung]
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"The fabulous furry Freak Brothers" #1 und #2
von Gilbert Shelton (1971)
Ausstellung der Cartoonisten "Die Stricher"
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Noch bis zum 2. Juni des Jahres kann man in den Räumen der Stadtbibliothek die kleine aber feine Ausstellung "Mr. Crumb etc. - Undergroundcomix in den USA und Deutschland" sehen, welche anlässlich der 3. Comictage eröffnet wurde. Die dort zusammengetragenen Originale von Comicmagazinen, Erstausgaben von Büchern, Poster und Cover werfen ein Schlaglicht auf die künstlerischen und kulturellen Leistungen einer Jugendkultur, die Ende der 60er-Jahre in Kalifornien aufblühte. Durch einen Vortrag führte Uwe Husslein bei Ausstellungseröffnung in die Geschichte des Underground-Comic ein. Weitere Ausstellungen und Vorträge füllten die Comictage, darunter ein sehr informativer Beitrag von Josef Rother über den Szenaristen Alan Moore. Cartoons von Zeichnern des Satiremagazins ZYN! und Zeichnungen aus "Ivy's Bar" von Sven K. werden noch bis zum 24. Mai gezeigt. Eine Podiumsdiskussion zu der von der Speedline-Redaktion erarbeiteten Liste "100 Meisterwerke der Comics" fand Mitte der Woche statt und ein kleines Publikum von etwa zwei Dutzend Anwesenden. Mit ihrem abwechslungsreichen Programm für die Comictage setzten die Veranstalter ihre Absicht um, "das vielschichtige Medium Comic [nicht] auf den kommerziellen Aspekt" zu reduzieren, wie man es sonst auf den Comic-Börsen in Köln erlebe.
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Wie bei den vergangenen Comictagen so bemühte man sich auch dieses Jahr um Angebote für und Vorstellung von neuen Zeichnern. Eine Runde zum Spontanzeichnen, Workshops mit Leowald und in der Jugendkunstschule mit Werner Weber, Vorträge zur Ausbildung und zur Bewerbung bei Verlagen mit Stefan Dinter, Haggi und Miguel Riveros und die Möglichkeit zur Aus- und Vorstellung der Arbeiten des Comic-Nachwuchses standen der Veranstaltung gut zu Gesicht. Der Untertitel 'Vom Storyboard zum Comic' des Workshops in der Jugendkunstschule verdeutlicht die Unterschiede zwischen Comic und Cartoon. An die Stelle der kurzatmigen, auf den Lacher zielenden Zeichnung des Cartoonisten, eine Kunst für sich, die meist mit einem einzigen Bild auszukommen weiß, tritt beim Comic-Zeichner die Fertigkeit und die Geduld des Erzählens in Folgen von Bildern, die durchaus auch humorig gestaltet sein können (wie bei Haggis erfolgreichem und gutem "Hartmut"), aber längst nicht mehr sein müssen. Es gibt eine ganze Reihe jüngerer deutscher Comiczeichner, die Neues zu erzählen wissen und dieses auch zu Papier bringen, von den feinsinnigen Erzählungen eines Ulf K., den Rollenspielspiegelungen eines Ralf Paul, den lustvollen Märcheninterpretationen eines Eckart Breitschuh bis zu den wahnwandlerischen Welten von Uli Oesterle und den handlungsreichen Arbeiten von Horus oder Maximilian Pfeffer, nur um einige zu nennen, die man zur Independent Comic Szene rechnen mag. Die Comictage Köln sind eine gute Gelegenheit, diesen Kreis an Zeichnern und den Comic-Nachwuchs zusammenzubringen, um im Austausch das Wesen von Comic zu überliefern.
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Spontanzeichner
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Website des Veranstalters: http://www.comictage.de
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Weitere Fotos: [Galerie 1] [Galerie 2] [Galerie 3]
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[Startseite RRAAH! online]
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