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Besucher der Ausstellung Asterix, Barbarella & Co. an einem Lesetisch, an dem auch Kataloge ausliegen
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Zwischen den Weltkriegen
Die Sprechblase hat es schwer sich durchzusetzen. In Frankreich werden in der Zeit zwischen den Kriegen bei Hachette in den Ausgaben von "Micky Maus" und "Felix der Kater" die Sprechblasen überklebt und durch langatmige Texte unter den Bildern ersetzt. Auch die erste französische Veröffentlichung von "Tim und Struppi" leidet darunter, dass man unter die Panels zusätzlich erklärende Texte setzt, was Hergé in Folge energisch zu unterbinden weiß.
Grund für die Sprechblasenfeindlichkeit dürfte der Glaube sein, ein "richtiger" Text sei wertvoller und für die Jugend intellektuell nahrhafter. In Frankreich macht sich peu à peu Stimmung gegen die vermeintlich verderbliche Wirkung des Comics breit, die von Pädagogen und Katholiken geschürt wird. Man spricht von der "perfiden Anziehungskraft des illustrierten Bildes" und hetzt gegen das "Vergiften" der Jugend. Die Pädagogen fühlen sich alarmiert, weil Bücher und Zeitschriften auf den Markt kommen, die ausschließlich unterhalten wollen und nicht der sittlichen Erbauung und Erziehung dienen. Die Erregung der Erzieher erinnert an diejenige der "Schmutz und Schund"-Kampagnen, die in Deutschland nach dem Krieg ausbrechen werden.
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Auch heute noch beliebt und präsent: Bécassine
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Die Sprechblase hält schließlich ihren Einzug mit Zig et Puce, eine Erfolgsserie, die 1925 von Alain Saint-Ogan erdacht wurde. Zwei scheinbar elternlose Jugendliche ohne einen Pfennig in der Tasche wollen nach Amerika,um dort ihr Glück zu machen. Sie erleben wilde Abenteuer rund um die Welt und adoptieren den Pinguin Alfred als Gefährten. Zig et Puce sind in den 30er-Jahren ebenso populär wie Asterix es in den letzten 30 Jahren geworden ist.
So wie Saint-Ogan, sind die meisten Jugendcomic-Autoren vor allem Humoristen. Als Erben der großen Tradition der Karikatur wenden sie häufig die Parodierung aus dem Tierreich an, um sich über die menschliche Gesellschaft lustig zu machen.
Nach Benjamin Rabier ist es vor allem Egmond-François Calvo, der sich als Meister der Tierzeichnungen ausweist, und zwar mit Figuren wie Moustache et Trottinette, Coquin dem Cockerspaniel, Cri-Cri der Maus oder Patamousse dem Hasen.
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(Ausstellungstext, zitiert aus der Presseinformation des Roemer- und Pelizaeus-Museum vom 26.5.2000)
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Appetithappen
Um zum Besuch der Ausstellung Asterix, Barbarella & Co. im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim anzuregen, seien hier beispielhaft einige wenige Ausstellungsstücke wiedergegeben. Wegen der technisch begrenzten Möglichkeiten im Web, kann dies einen Blick auf die Originale sicherlich nicht ersetzen, aber einen ersten Eindruck verschaffen.
Jede dieser Abbildungen können Sie mit der Maus anklicken, um sie vergrößert angezeigt zu bekommen. Sie gelangen zu diesem Text zurück, indem Sie den "Zurück"-Knopf Ihres Browsers betätigen.
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Édouard Zier: "Bécassine mobilisée", S. 16, 1918, Tusche auf Papier, 439 mm x 325 mm
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Édouard Zier sprang für Joseph Pinchon ein, als dieser Soldat wurde.
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Joseph Pinchon: "Bécassine fait du scoutisme", 1931, Tusche und weiße Gouache auf Papier, 327 mm x 251 mm
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Joseph Pinchon stellt sich in der (für "Bécassine" typischen) runden Vignette oben selbst dar.
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Raoul Thomen: "Les Voyages extraordinaire de Charlot", um 1925, Tusche und Lavierung mit blauer Tusche auf Papier, 220 mm x 240 mm
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Charlie Chaplin wurde Comicfigur.
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Alain Saint-Ogan: "Zig et Puce au XXI. siècle", 1934, Tusche auf Papier, 395 mm x 285 mm
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Als einer der ersten französischen Science-Fiction-Comics wurde diese Folge von "Zig et Puce" bekannt.
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Hergé (d.i. Georges Remi): "Le Sceptre d'Ottokar", Seiten 71 und 72 der Schwarzweiß-Version, 4. August 1938, Tusche, weiße Gouache und Blaustift auf Papier, 420 mm x 550 mm
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Textlastig und chaplinesk: Tim und Struppi kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs
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Henry Le Monnier: "Monsieur de Crac gentilhomme gascon", 19. Februar 1950, Seite 1, Tusche und weiße Gouache auf Papier, 426 mm x 302 mm
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Münchhausens Abenteuer mit Geflügelfang wie bei "Max und Moritz"
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Mat (d.i. Marcel Turlin): "Oscar le petit canard", um 1946, Tusche und Aquarell auf Papier, 303 mm x 222 mm
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Zwischen Donald Duck und Alfred Jodocus Kwak: Die Ente Oscar
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Copyright © 2000 Verlag Sackmann und Hörndl
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