Bart Simpsons Horror Show 5
"Marge, ich fahre mit den Kindern zur Hölle!" - "Seid aber um elf wieder zurück! Morgen ist Schule..." Weil Bart die Briefkästen vertauscht hat, haben sich Luzifers Dämonen statt Bart und Lisa fälschlicherweise die Kinder von Flanders geschnappt. Jetzt heißt es für Homer und seine Kids den Fluss Styx überqueren und Luzifer einen energischen Besuch abstatten. Vier horrorspaßige Geschichten von vier ganz unterschiedlich arbeitenden Comiczeichnern bringt das neue 68-seitige Sonderheft zu Papier. Peter Kuper ("The System", "Spion und Spion") macht dazu bei Franz Kafka ("Die Verwandlung", 1916) Anleihen und lässt Homer als Käfer aufwachen. Erzählungen von Kafka hatte Kuper in "Gibs auf!" (Carlsen 1997) schon einmal ganz anders umgesetzt. Die Gegenüberstellung beider Bearbeitungsweisen scheint reizvoll, hieße aber Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Der wahre kafkaeske Grusel geht einem Käfer mit Homer-Kopf eben doch deutlich ab. Dazu wird man sich wohl eher an die Vercomicung dieser berühmten Erzählung durch Robert Crumb halten wollen ("Kafka", S.39ff, Zweitausendeins 1995).
Black Metal 4
Fast hätte man annehmen können, dass der grause Schluss des dritten Bandes auch Schlusspunkt der ganzen Erzählung sei. Doch Niki Kopp und Timo Würz steuern mit dem vierten Band ein vermeintlich lebhafteres Ende an.
Corky und Trish halten im Knast Rückblick auf die durchrauschte Zeit. Ihr Freiheitswille lässt sie einen Plan schmieden. Doch was wird werden, wenn er gelingt? Man lese in "XCT" (Carlsen 1997) weiter. Alle vier Bände von "Black Metal" plus zusätzlicher Entwürfe und Gedanken sind auch in einem auf 666 Exemplare limitierten Sammelband von Infinity zu haben.
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The Comics Journal 238
Jeden Monat ein über 100 Seiten starkes Comicmagazin herausgeben und dabei nicht langweilig werden, dass ist schon ein Kunststück. Zum Glück hat The Comics Journal eine ganze Reihe fähiger Autoren, die ein breites und internationales Themenspektrum gerade auch jenseits des Mainstream abdecken.
Man entdeckt in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Artikel über Fabio Viscogliosi ("L'Oeil du Chat", "Du Plomb dans l'aile"), über Gilbert Hernandez ("Love & Rockets"), über die "Mumin"-Comics der Finnin Tove Jansson und über "Vater und Sohn" von E.O. Plauen. Auch zum japanischen Comic erscheinen Beiträge, so dass sich The Comics Journal zu einem weltweit interessierenden Comicfachmagazin entwickelt. Betrüblich ist die Nachricht, dass das International Museum of Cartoon Art in Florida schließen muss. Auch der Verkauf von originalen "Mickey Mouse"-Zeichnungen habe das Museum nicht retten können, berichtet das Journal.
Detektiv Conan 1
Neben "Holmes", einer Serie, die Dino herausgibt, erscheint mit "Conan" bei EMA nun ein ähnlicher Titel für Krimifreunde.
Die an einen ganz jungen Sherlock Holmes erinnernde Titelfigur ist Opfer einer rabiaten Verjüngungskur geworden, und also nicht nur mit der Aufklärung böser Taten sondern auch mit der Suche nach alter Größe befasst. Im ersten Band wird erzählt, wie es zu dieser Schrumpfung kam.
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Banzai 1
Den Ruf "Banzai" kann man mit "Hurra!" übersetzen, er bedeutet wörtlich übersetzt so etwas wie "zehntausend Tage", also eine lange (Lebens-) Zeit, die man jemandem wünscht. Einem Mangamagazin diesen Titel zu geben, ist also verlagsseitig ein verständlicher Wunsch. Immerhin ist Aufmachung (relativ große Seiten), der kurzweilige Inhalt und ein günstiger Preis vielversprechend. Auffälligste Figur im ersten Band ist ein etwa 2.500 Jahre alter Teufelssohn namens Belzebub, der sein Unwesen in der Serie "Sandland" von Akria Toriyama ("Dragon Ball") treibt. Pfiffigerweise steht ihm ein japanischer Dämon zur Seite, der als solcher selbstredend gegen Weihwasser unempfindlich ist.
Seimaden 1
"Aufgrund der Fesseln der Seelenwanderung... werdet ihr niemals vereint werden... auf ewig nicht..."
Schon das Titelbild verrät von der Grundstimmung des Comics "Seimaden", in welchem ein blonder Engel und ein schwarzer Finsterling zueinander wollen aber nicht können, wie dermaleinst die zwei Königskinder, zwischen denen das Wasser viel zu tief war. Ob Laures und Hilda aber vielleicht doch einen gemeinsamen Weg finden werden, verrät der jetzt vorliegende erste Band selbstverständlich noch nicht.
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