Feuer
Die Zeiten, in denen in einer Reihe wie "Carlsen Lux" laufend Comics mit höherem erzählerischem oder zeichnerischen Anspruch erschienen, sind bei Carlsen zwar vorbei, doch im Falle von Lorenzo Mattotti überlässt man dieses Feld den andereren, darauf eher spezialisierten Verlagen nicht. Mit "Doktor Jekyll & Mister Hyde" kam Mattotti im dritten Quartal 2002 auf den ersten Platz der Vorauswahl zum Besten Comic des Jahres. Mit dem jetzt vorgelegten "Feuer" von 1986 erzählt er von der seltsamen Identifikation eines Marineoffiziers mit einer Insel. Und für Mai 2003 ist die jüngste Arbeit des italienischen Zeichners bei Carlsen angekündigt: "Der Klang des Raureifs".
Universe 3
Selbst als Pastor kann es einen in die Hölle verschlagen, wenn man es mit Rapture zu tun bekommt. Tom Judge, eben noch dem Suff verfallen, bekommt plötzlich die Chance, im Jenseits einige belastende Dinge loszuwerden.
Der Autor Paul Jenkins mischt aus den Jenseitsvorstellungen diverser Kulturen und Diesseitsvorstellungen von den Möglichkeiten der neuen Mathematik eine Story, die man als SciFi-Höllenabenteuer lesen kann und die denen miss- und gefallen wird, die die Zitate erkennen.
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Bouncer 2
"Aus meinem Herzen war aller Hass verschwunden... Es gab nur noch Liebe..." Wenn alles gut ist, was gut endet, dann könnte man auch diesen Western dazurechnen, bei dem Rache im Mittelpunkt steht.
Der renommierte Zeichner François Boucq ("Horst Katzmeier") bleibt hinter den Erwartungen auch hier nicht zurück, doch dass sich der Autor Alexandro Jodorowsky lediglich auf das Anreihen von althergebrachten und zudem bedenklichen Versatzstücken einlässt, das verwundert.
FLCL/Furi Kuri 1
Schon mit "Miyuki-Chan im Wunderland" hat Carlsen kürzlich ungewöhnlichen Manga herausgegeben, der mit "Alice im Wunderland", auf das man vermutlich im Titel anspielt, zwar das Verträumt-Unwirkliche gemeinsam hat, nicht jedoch das Märchenhafte und kaum das Erzählerische. An die Stelle der bündigen Erzählung tritt auch bei "FLCL/Furi Kuri" eine lose Abfolge von Verbilderung jugendlicher Befindlichkeiten, Collage-artig zusammengesetzt, Sexuelles nicht aussparend, in eine erdachte Rahmensituation des (SciFi-) Alltags eingebettet.
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Comixene 59
Von außen sieht es nach einem Filmmagazin aus, aber die neue Ausgabe der Comixene ist selbstredend wie gehabt ein Magazin für die Comicszene. Etwas unklar sortiert in Rubriken unter den Überschriften Titel, Service, Manga, Interview, Event, Comix u.s.f. bietet die Neuausgabe einen bunten Mix, um allen etwas zum Anbeißen zu bieten. Unter dem Titel 'Handgetackert' ist sogar für die Kopierheftszene eine Seite dabei. An Artikeln mangelt es dem immerhin monatlich erscheinenden Magazin nicht. Jetzt bleibt zu wünschen, dass man durch die richtige Auswahl auch genügend Leser findet.
Bart Simpson 9
"Na ja, in der Bibel kommt kein Fernsehen vor, also ist es nicht wirklich von Bedeutung." Wenn solche Sätze im Hause Homer Simpsons fallen, dann muss etwas Irres passiert sein.
Nach einem Sturz entdeckt der Arzt auf Barts Kopf das Geburtsmal der Flanders. Also wird er gegen den Nachbarsohn Rod getauscht.
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