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Frisch ausgepackt und aufgefallen: Andreas Dierks weist auf besondere Comics hin, die jetzt im Comicladen oder am Kiosk liegen.  [Folge 64]

Das verbotene Glück

Das verbotene Glück

Bei Feest erschienen 1991/92 nur zwei der drei Alben dieser Erzählung von Starautor Jean Van Hamme, die Griffo ("Giacomo C.") eindrücklich zu Papier brachte. Jetzt kommt bei Schreiber & Leser nicht etwa Band 3, sondern gleich die in festen Buchdeckeln gebundene Gesamtausgabe heraus. Das wurde wohl dadurch möglich, weil man beim Verlag Dupuis mitdrucken konnte, der in der Reihe "Aire Libre" mit dem gleichen Band auf Französisch wieder in die Läden wollte. Lange vergriffen, jetzt kann man die an eine Zukunftswelt à la Orwell erinnernde Geschichte von einem Polizisten, der sich um ein illegales Kind kümmert, wieder bekommen.


The Language of Comics

Die Wechselwirkung von Text und Bild im Comic untersucht dieses Sekundärwerk in englischer Sprache, welches Aufsätze von zehn Autoren zu diesem Thema vereint.

The Language of Comics

David Kunzle, namhafter Forscher zum Bereich Frühe Comics und Autor zweier dickleibiger Werke zur Geschichte des Europäischen Comic, beschreibt zu Beginn des Buches alte Comics, die ganz ohne Text auskommen, darunter auch ein Beispiel von Emil Reinecke aus den Fliegenden Blättern von 1889.

Trübe Wasser

Auch in Deutsch und gratis gibt es einen Comic, den das Europaparlament in Auftrag gegeben hat und mit einer Millionenauflage in Europa verteilt. Wer diesen Umweltkrimi haben möchte, wende sich einfach per Internet an seinen Europa-Abgeordneten.

Trübe Wasser

Dominique David ist die Zeichnerin des Millionencomics und uns von "Jimmy Boy" her bekannt, eine fünfbändige Comicserie, die 1992-94 bei Carlsen erschien. Am Szenario feilten Rudi Miel und Christina Cuadra. Ein packender Thriller ist ihnen nicht gerade gelungen, aber immerhin mag man dem toughen Covergirl, einer Europa-Abgeordneten, gerne die Daumen drücken.


Kringel 2

Wer an Haggi denkt, dem fallen vermutlich zuerst dessen rechtschreibabenteuerlichen "Hartmut"-Geschichten ein. Aber in Zeiten der Rechtschreibreform merken die Leute ja gar nicht mehr, dass etwas falsch geschrieben und also lustig ist. Folglich liegt Haggi richtig, wenn er seine Karriere auch durch orthografisch unbedenkliches Material abstützt, wie es das zweite Kringel-Heft anbietet.

Kringel 2

Bizarr Bazar 4

Bizarr Bazar 4

Wittek selbst nennt seine Heftreihe gelegentlich liebevoll "BizBaz" und trägt in ihr zusammen, was bei ihm (und Calle Claus) im Laufe der vergangenen Jahre auf dem Zeichentisch lag und in Vergessenheit zu geraten drohte. Wie gut, dass mit Zwerchfells Hilfe solche feinen Arbeiten wie "On se kompjuter" wieder ganz einfach ihren Weg zum Heftchen-Leser unserer Tage finden. Wer noch mehr davon braucht, der kann sich beim alljährlichen Heftich-Festival in Hamburg damit eindecken.


Plaque 01

Als »Magazin für Wort und Bild« tritt die seitenstarke Anthologie "Plaque" an, ebenfalls einen aufklärenden Beitrag zu dem zu leisten, was den Comic ausmacht. Als Schwerpunkt-Thema wählte man für den ersten Band den neuen Comic aus Italien.

Plaque 01

Neben recht gründlichen und ergiebigen Textbeiträgen enthält das schmucke Buch selbstredend auch Comics, damit man auch lesen kann, wovon die Autoren sprechen.

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