Jimmy das Gummipferd
Sah man sich bei der Eröffnung der Ausstellung zu Roland Kohlsaats "Jimmy das Gummipferd" im Wilhelm-Busch-Museum Hannover im Raum um, fanden sich vornehmlich ältere Mädchen und Knaben, die sich mit leuchtenden Augen an die Abenteuer des mexikanischen Gauchos Julio erinnerten. Von 1953 bis 1977 konnte der Leser des Sternchen, der Kinderbeilage des stern, dem aufblasbaren Pferd und seinem sombrerobehüteten Reiter in eine überaus fantasievolle Erzählwelt folgen, in der alles möglich war, sogar Heuhaufenfroschwesen und Maulwurfnasenmenschen. Die vorzüglich reproduzierte Neuauflage der Geschichten, die zwischen 1959 und 1963 erschienen, in einem seitenstarken Buch macht Kohlsaats Werk auch für ein jüngeres Publikum interessant.
Tales of Error
Wenn ein Titel, den man sowohl vom Erzählerischen als auch von der für Comic ungewöhnlichen Schabkartontechnik her als jenseits üblicher Pfade empfinden muss, eine weitere Auflage erfährt, dann verweist das auf den besonderen Erfolg eines Comic-Künstlers.
Tatsächlich ist Thomas Ott europaweit der Szene bekannt, die sich dem anspruchsvollen Comic widmet. Mit dem großformatigen "T.O.T.T." erschien zudem ein Werk seiner illustrativen Arbeit.
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Ästhetik des Comic
Fragen nach der Zugehörigkeit des Comic zur Literatur oder zu den Bildenden Künsten können immer wieder spannende Überlegungen freisetzen, auch wenn weniger die Antwort als vielmehr der Vorgang des Abwägens, des Beschreibens und des Beurteilens interessant ist. In gut einem Dutzend von Beiträgen verschiedener Autoren reißt das vorliegende Buch wichtige Themen der Comictheorie an, wozu ein Eingehen auf die Sprechblase und auf die Darstellung und Erzeugung von Zeit gehört.
Hey, warte mal
Den Comic des norwegischen Zeichners Jason mag man als kindlich oder recht wenig anspruchsvoll gezeichnet empfinden, aber Comic muss ja nicht vornehmlich als Ableger der Malerei zur Erzeugung von Bilderfolgen gesehen werden. Die erzählerischen Anteile stehen dem zu wenigstens gleichen Teilen zur Seite, was diesen Band fesselnd macht.
Der Band setzt eine einfühlsame und streckenweise bewegend- melancholische Sicht auf das Leben frei. So wurde er außer ins Englische, Französische und Deutsche auch ins Koreanische übertragen.
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Lanfeust der Sterne 1
Den "Duft des Abenteuers", wie Hebus das nennt, vermisst Lanfeust, Held und Retter Eckmüls, nach dem glücklichen Abschluss des ersten Albenzyklus sehr. Doch dann nähert sich den verhinderten Abenteurern ein "fliegendes Haus" und umgehend befinden sie sich mitten in interstellaren Auseinandersetzungen, die dem Comic die bekannte und erfolgreiche Mischung aus Spannung und Spaß bringt.
Pater Dracula 1
Donna Barrs zeichnerische Fähigkeiten sind reinweg unterdurchschnittlich. Dennoch scheint sie mit ihrem Zentaurenhelden Stinz ein Publikum für einen Comic zu finden, der wegen der Pferdefiguren gut ins Programm von Elmsfire Books mit Diana R. Sassé ("Doudou, der Poilu") passt.
Die bei Weissblech erschienenen Geschichten um Pater Dracula vom Orden des Heiligen Blutes wurden von Josef Rother erdacht. Lebendige Reliquien und kreuzresistente Vampire treffen in einem bissigen Mix aufeinander, an welchem christliche Fundamentalisten keinen Spaß hätten.
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