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Frisch ausgepackt und aufgefallen: Andreas Dierks weist auf besondere Comics hin, die jetzt im Comicladen oder am Kiosk liegen.  [Folge 14]

Bronze Zetsuai 2

Bronze Zetsuai 2

Minami Ozaki zeichnet Manga deutlich anders als beispielsweise ein Akira Toriyama, moderner, was hier heißen soll, dass sie an die Stelle des konzentrierten Arbeitens in Panelfolgen auf die wirksame Gestaltung der ganzen Seite setzt, die eher zwanglos in nicht unbedingt rechtwinklige Panel aufgeteilt sein kann. Hintergründe werden nur hin und wieder als Ankerplätze für die Leserphantasie ausgearbeitet, ansonsten fließt die Erzählung um eine sich entwickelnde Liebe zwischen zwei jungen Männern in Text, Onomatopöien und oft karg wirkender Zeichnung so dahin, als seien diese Zeichnungen selbst Schriftzeichen aus einem Vorrat, welcher das Buchstabenalphabet ergänzt, um dem Leser die Gefühle der Darsteller vor Augen zu führen. Das Taschenbuch-Format scheint diesem Shonen Ai-Manga trotz der geringen grafischen Dichte nicht angemessen. Durch einige angeschnittene Sprechblasen verstärkt sich der Eindruck, als zwänge man die langbeinigen Figuren in eine im Original nicht vorgegebene und unpassende Enge, die von buchherstellerischen Entscheidungen und nicht durch die Autorin geprägt wird.


Marlysa 3

Den ersten Mann, von dem sie glaubte, es sei ihr Vater, hat sie nur noch sterbend angetroffen. Marlysa, die schlagfertige Dame mit Maske, eilt nun ihrer vermeintlichen Mutter nach, die auf 'die andere Seite' verschleppt wurde, eine andere Seite, die für Marlysa manche unangenehme und wunderliche Überraschung bereithält. Wo ist ihre Mutter? Wer ist ihr Vater? Was steckt unter der Maske, dass selbst ein Ungeheuer bei dessen Anblick vor Schrecken in sich zerfällt?

Marlysa 3

"Marlysa" ist eine Fantasy-Serie der phantasievollen Art, die den Spannungsbogen zu führen weiß und die im dritten Band mit einem kilometerhohen Cliffhanger endet. Die Serie wurde bei Splitter begonnen und dann ab Band 2 von Carlsen weitergeführt. Neben dem Zeichner Jean-Pierre Danard und dem Texter Jean-Charles Gaudin wird auch der famose Fantasy-Spezialist Didier Crisse mit der Serie in Verbindung gebracht.

^Marlysa 3

Mermaid Saga 1

Yuta überlebt nach langem und beschwerlichem Weg an ein abgelegenes Kap die überraschende und eigentlich tödliche Attacke alter Frauen auf ihn. Da er jedoch in seiner Jugend das Fleisch einer Meerjungfrau gegessen hatte, gewann er Unsterblichkeit, der er aber nach fünfhundert Jahren überdrüssig wurde und von der er nun Erlösung sucht.

Mermaid Saga 1

Dieser ungewöhnliche Manga ist überaus spannend gemacht, wirkt in sich stimmig und liest sich wie von selbst. Rumiko Takahashi empfiehlt sich nach "Ranma 1/2" nun mit einem deutlich gruseligeren Plot. In der Abfolge der drei Erzählungen des vorliegenden Taschenbuchs bleibt nur leider unklar, wohin die Hauptfigur Mana in der mittleren Geschichte des Buches verschwunden ist, ein Fehler in der Chronologie des Abdrucks, ein verlegerischer Zeitsprung?


Kenshin 1

Zanza, der Streithahn, gegen Kenshin, den Vagabunden, das kann ja nur in seitenlanges Hauen und Stechen ausarten. Aber vielleicht ist Zanzas riesiges Schwert, mit dem man seinen Gegner samt Pferd in Stücke hauen kann, dem innen statt außen geschliffenen Schwert Kenshins ja auch so haushoch überlegen, dass dieser Fight recht schnell erledigt ist?

Kenshin 1

"Kenshin" ist ein Kampf-Manga, dessen Inhalt historisch angehaucht wurde. Dazu bemühte der Autor Nobuhiro Watsuki geschichtliches Wissen aus der Meiji-Zeit, einer Epoche Japans, in der die Rechte der Klasse der Samurai auf den Kaiser übergingen (ab 1889 konstitutionelle Monarchie unter Kaiser Mutsuhito (Meiji Tenno, 122. Kaiser Japans)).

Fähnlein Fieselschweif 1

Fähnlein Fieselschweif 1

Seinen Statistikern zufolge hat Carl Barks um die 500 Geschichten ersonnen, für die er mehr als 6.300 Comicseiten zeichnete. Nachdem er, am 27. März 1901 geboren, um 1966 eigentlich sein Rentnerleben hätte genießen sollen, sah er sich aufgrund der kargen Entlohnung für seine bisherige Arbeit als Zeichner dennoch in der Situation, seine Finanzlage durch seine Ölmalerei und das Schreiben und Vorzeichnen von neuen Duck-Geschichten verbessern zu wollen. Dazu gehörten auch Beiträge zu "Huey, Dewey and Louie - Junior Woodchucks", einer Heftreihe zum Fähnlein Fieselschweif, für die er von 1969 bis 1973 arbeitete. Sein Biograph Geoffrey Blum berichtet, dass Barks' Augenlicht jedoch das Tuschen seiner Vorzeichnungen nicht mehr erlaubte. Also überließ man diese Arbeit (leider) der grafischen Abteilung von Western Publishing. Im vorliegenden ersten Album von "Fähnlein Fieselschweif" wurden deswegen die Vorzeichnungen von Carl Barks mitabgedruckt, damit sich der Leser selbst ein Bild machen möge. Nach 51 Bänden der "Barks Library", in dessem letzten dem Donaldisten und Feuilletonisten Andreas Platthaus als Schlussgag und Ehrung der Posten eines Milchdirektors zugedacht wurde, und nach etwa 55 Bänden der "Barks Library Special" kommt nun also eine neue Serie auf uns zu, deren Reinzeichnungen allesamt nicht von Barks stammen und deswegen zum großen Teil von Daan Jippes neu bearbeitet wurden.


Black Metal 3

Niki Kopp und Timo Würz legen seit Juli des Jahres bereits ihren dritten Band zu "Black Metal" vor.

Black Metal 3

Die Erzählung kommentiert eine Musik-Szene, in der sich Gewalt, Drogen und miese Machenschaften zu tödlichen Situationen mischen.

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